12 II. Code Civil.
I. B. 2. T. Von den Perſonenſtandsurkunden. Art. 53— 58.
les registres à ce destinés, donneront lieu aux dommages-intéréts des parties, sans préjudices des peines portées au Code Pénal.
Art. 53. — Le procureur impérial au tribunal de premioère instance sera tenu de vérifier l'état des registres lors du dépöt qui en sera fait au greffe; il dressera un procés-verbal sommaire de la verification, dénoncera les contraven- tions ou délits commis par les officiers de l'état civil, et requerra contre eux la condamnation aux amendes.
als in die dazu beſtimmten Regiſter geſchehen iſt, giebt den Intereſſenten ein Recht auf vollſtändige Schadloshaltung mit Vorbehalt der in dem Strafgeſetzbuche beſtimmten Strafen.
Art. 53. — Der kaiſerliche Procurator bei dem Gerichte der erſten Inſtanz iſt ver⸗ bunden, den Zuſtand der Regiſter zu der Zeit, wo ſie bei dem Secretariat niedergelegt werden, zu unterſuchen. Ueber dieſe Unter⸗ ſuchung muß er ein kurzgefaßtes Protokoll aufnehmen, jede Uebertretung und jedes Ver⸗ gehen, das von den Beamten des Perſonen⸗ ſtandes begangen ſein mag, anzeigen und auf die Verurtheilung zu Geldbußen wider ſie
antragen.
Art. 54. — In allen Fällen, wo ein Gericht der erſten Inſtanz über urkunden, die auf den Perſonen⸗ ſtand Bezug haben, urtheilt, können die Intereſſenten wider den Ausſpruch weitere Rechtsmittel ergreifen.
Chapitre II. Des actes de naissance.
Zweites Kapitel. Von den Geburtsurkunden.
Art. 55. — Jede Geburt ſoll binnen den erſten drei Tagen nach der Niederkunft dem Ortsbeamten des Perſonenſtandes gemeldet und das Kind ihm vorgezeigt werden.
Art. 56. — La naissance de l'enfant sera déclarée par le père, ou, à défaut du père, par les docteurs en médecine ou en chirurgie, sages-femmes, officiers de santé ou autres personnes qui auront assisté à l'accouchement; et
lorsque la mére sera accouchée hors de son domicile, par la personne chez qui elle
sera accouchée. Lacte de naissance sera rédigé de suite, en présence de deux témoins.
Art. 56. — Die Geburt des Kindes muß von dem Vater oder, in deſſen Ermangelung, von den Doctoren der Arznei⸗ oder Wundarzneikunde und— ſonſtigen Aerzten, desgleichen von den Hebammen oder anderen Perſonen, die bei der Geburt zugegen geweſen ſind, und, wenn die Mutter außer ihrem Wohn⸗ orte niedergekommen iſt, von der Perſon, bei welcher dies geſchah, angezeigt werden.
Die Geburtsurkunde ſoll ſogleich in Gegenwart zweier Zeugen aufgenommen werden.
Art. 57. — Die Geburtsurkunde muß den Tag, die Stunde und den Ort der Geburt, das Geſchlecht des Kindes und die Vornamen, die man ihm gegeben hat, die Vornamen, die Geſchlechtsnamen, das Gewerbe und den Wohnort der Eltern wie auch der Zeugen enthalten.
Art. 58. — Jeder, der ein neugeborenes Kind findet, iſt verbunden, es dem Beamten des Perſonen⸗
hältniſſe, ſtatt ſie ihrer Wichtigkeit entſprechend vor jedem Zweifel ſicher zu ſtellen, in die größte Unſicherheit bringen. Den einzig möglichen Schutz muß der Geſetzgeber in den ſolche Unregelmäßigkeiten treffenden Strafbeſtimmungen gegen die dafür allein verantwortlichen Standesbeamten finden. Cfr. Art. XII § 4 Nr. I1 des E. G. z. Pr. StGB. vom 14. April 1851 (Eſchw. 385 GSS. 101), der m. E. durch das Geſ. vom 6. Febr. 1875, welches dieſe Materie völlig ordnet, aufgehoben iſt.
— Art. 53. Hierzu AG. z. GVG. vom 24. April 1878 § 58 (IV), Bekanntmachung vom 1. Juli 1879 (JMB. 154). Ofr. Anm. zu Art. 50.
— Art. 54. Aufgeh. durch EG. zur CPO. § 14 Abſ. 1; CPO. §8 472, 507.
— Art. 55. Die Präſentationspflicht war ſchon durch Geſet vom 9. November 1843 (GSS. 348) aufgehoben; efr. heute §§ 17, 19, 20 des Geſetzes vom 6. Febr. 1875.
— Art. 56. Cfr. §8§ 18, 20 1. c.; für die in den Gerichtsgefängniſſen vorkommenden Geburten efr. Reglement für die Gefängniſſe der Juſtizverwaltung vom 6. März 1881 § 84 (JMB. 50). § 74, 2. des Geſ. vom 6. Febr. 1875 hält die landesgeſetzlichen Vor⸗ ſchriften aufrecht, die beſtimmten Perſonen die Anzeige von Geburts⸗ und Todesfällen zur Pflicht macht. Dieſe Beſtimmung begreift m. E. die Schlußbeſtimmung des Art. 56 in ſich, da ich nicht annehmen kann, daß § 74 l. c. nur die etwa im Intereſſe der Statiſtik vorgeſchriebenen Anzeigen und nicht ſolche zum Zwecke der Beurkundung des Perſonenſtandes im Auge habe, indem ſolche Mittheilungen kaum im Wege eines Geſetzes brauchten bei⸗ behalten zu werden.
— Art. 57. 8 22, 26 l. e. Hierzu vgl. man Loi relative aux prénoms ete. vom 1. April 1803 (v. Dan. IV, 441); Pécret concernant l'application du Code Napoléon für Berg vom 12. Nov. 1809 (III) Art. 23; Namensänderung Kgl. Cab.⸗O. vom 15. April 1822 (GSS. 108); Kgl. Erlaß v. 12. Juli 1867 (GSS. 1310, Eſchw. 622).
— Art. 58. § 24 d. Geſ. vom 6. Febr. 1875 (TI).
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