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Gewährleiſtung bei einigen Arten von Hausthieren. ſeiner Ausbreitung, der Netzhaut, Erblindung erfolgt, ſo wird dieſer trankhafte Zuſtand, der ein Auge allein oder auch beide zugleich befallen tann, ſchwarzer Staar(Schönblindheit) genannt. Unterſucht man ein am ſchwarzen Staar leidendes Auge, ſo findet man das Schloch(die Pupille) gewöhnlich ſehr erweitert, ſo daß man beinahe nichts von der Regenbogenhaut wahrnehmen kann, und es erſcheint mehr rundlich ſtatt länglich. Im Uebrigen iſt in keinem Theile des Auges eine Trübung wahrzunehmen. Während bei einem geſunden Auge beim Einfallen der Lichtſtrahlen ſich die Pupille verengert, im Dunkeln aber wieder erweitert, bleibt ſolche beim ſchwarzen Staar unverändert.
Bei Unterſuchung von Pferden, die nur auf einem Auge ſtaarblind ſind, erſcheint es, um Täuſchungen zu verhüten, räthlich, das noch geſunde Auge mit einem Tuche zu bedecken, da ſonſt durch das Einfallen des Lichts in das geſunde Auge auch die Pupille im kranken Auge ſich etwas beweglich zeigt.
2 Koppen ohne Abnutzung der Zähne. Das Koppen, eine üble Gewohnheit des Pferdes, iſt eine dem Rülpſen ähnliche Erſcheinung, wobei unter Zuſammenziehung der Kehle ein eigenthümlicher Laut wahr⸗ genommen wird, wie wenn Luft aus dem Magen ausgeſtoßen würde.
Die gewöhnliche Art des Koppens geſchieht in der Weiſe, daß das betreffende Pferd zu dieſem Behufe den Rand der Krippe, die Lattirſtange oder irgend einen andern hiezu ſchicklichen Gegenſtand mit den Schneide⸗ zähnen faßt. Durch fortgeſetztes Koppen werden die vordern Ränder und Flächen der Schneidezähne allmählich abgeſchliffen, wodurch ſich das Uebel ſodann bemertlich macht. Uebrigens kann eine Abnutzung der Zähne auch durch gewohnheitsmäßiges Schleifen auf der Krippe ohne Koppen hervorgebracht werden.
Bei Pferden, die ohne einen feſten Gegenſtand zu faſſen, koppen und Luftkopper genannt werden, iſt die ebenerwähnte Abnutzung der Zähne nicht wahrzunehmen.
b. mit vierzehntägiger Gewährzeit.
3. Rotz. Dieſe nur bei dem Pferd und deſſen verwandten Arten ſich von ſelbſt entwickelnde, übrigens anſteckende Krankheit äußert ſich hauptſächlich durch Geſchwüre auf der Naſenſchleimhaut, durch einen ge⸗ wöhnlich einſeitigen Naſenausfluß und Drüſenanſchwellung im Kehlgang.
Die Geſchwüre zeigen einen unreinen ſpeckigen Grund mit unregel⸗ mäßigen, zerriſſenen, aufgeworfenen Rändern; der Ausfluß iſt klberig, mißfarbig, gräulich, öfters mit Blut vermiſcht; die mehr oder weniger vergrößerten Lymphdrüſen im Kehlgang(vorzugsweiſe auf derſelben Seite, wo Geſchwüre und Ausfluß wahrgenommen werden erſcheinen tugelartig, härtlich, ſchmerzlos und häufig feſtſitzend. Der Verlauf der Krankheit iſt gewöhnlich(beſonders bei Selbſtbildung) langwierig(hroniſch), fieber⸗ los, und das daran leidend- Pferd zeigt ſich außer einem zeitweiſe ein⸗ tretenden nicht bedentenden Huſten im Uebrigen geſund. Oefters aber, beſonders in Folge von Anſteckung, tritt die Krankheit mit Fieber und raſch zunehmender Entzündung der Naſenſchleimhaut auf und nimmt dann gewöhnlich einen ſehr raſchen(akuten) Verlauf.


