I. B. I. T. Genuß und Verluſt der bürgerlichen Rechte. 29
welche das Ausland, zu welchem er gehört, dem hieſigen durch Verträge 6 eingeräumt hat, oder einräumen wird. 12. 12. Eine Fremde, die ſich mit einem Inländer verheirathet, folgt.
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dem Zuſtand ihres Mannes. 108.
13. Der Fremde, dem der Staatsherrſcher erlaubt, ſeinen Wohnſitz im Lande aufzuſchlagen, ſoll, ſo lange er daſelbſt wohnt, aller bürgerlichen
Rechte genießen.
14. Der Fremde, wenn er auswärts ſich aufhält, kann vor die in⸗ ländiſchen Gerichte geladen werden, um Verbindlichkeiten zu erfüllen, die er im Lande gegen einen Inländer übernommen hat. Er kann eben—
1838, 1850, 1864 enthalten ſind.
k) Preußen ebenfalls ſchiedenen Uebereinkommen.
Da nach§ 46 d. alleg. Reichsgeſetzes
die zwiſchen einzelnen Bundesſtaaten über der Rechtshilfe abgeſchloſſenen
Leiſtung Verträge in ſo weit in Kraft bleiben, als ſie mit jenem Reichsgeſetze nicht im Wider⸗ ſpruche ſtehen, ſo wurden mit Preußen, Heſſen⸗Darmſtadt Würtemberg, Bayern, Sachſen und anderen deutſchen Bundes⸗ ſtaaten durch beſondere Vereinbarungen
diejenigen Punkte feſtgeſtellt und veröffent⸗ licht, welche in obigen Verträgen, als mit
dem Reichsgeſetz nicht im Widerſpruche ſtehend, auch ferner in Geltung bleiben und welche als außer Wirk⸗ ſamkeit getreten betrachtet werden ſollen(abgedruckt im Anhang in der Note zu dem Reichsgeſ. über die Gewährung der Rechtshülfe):
auswärtigen Staaten:
a) Oeſterreich v. 5. Jan. 1819 (R. B. Nr. 17), 26 Juni 1856(R. B. Nr. 26— Urtheilsvollzug) v., 26 Aug. 1856(R. B. Nr. 35— Correſpondenz) Correſpond. mit Militärbehörden).
b) Schweiz vom 14. Juli 1857 R 3 Freizügigkeit, Erb⸗ ſchaften— insbeſondere wegen Ganten mit
a) Luzern, Uri, Unterwalden, Zürich,
Zug, Bern, Freiburg, Solothurn, Baſel, Schaffhauſen, Appenzell. St Gallen, Graubünden, Aargau, Thur⸗ gau Teſſin u. Waadt v. 20. Juli ee
6) Schwyz R. B. 1821 Nr. 5 u. 20—
) Wallis Neuenburg u. Genf: R. B.
0) Kanton Aargau v. 23. Auguſt 1867
(R. B. Nr. 67— Vollſtreckbarkeit
in ver⸗
der Urtheile und Requiſitionen in bür⸗ gerlichen Rechtsſachen(v. 16. März 1872 Geſ. u. V. B. S. 139— fort⸗ dauernde Giltigkeit der letzteren Ueber⸗ einkunft;
c) Frankreich v. 16 April 1846 G S 66 0 0 S 185 R 677) u. v 23 Nov 1854(R. B. S. 440).
Nach Art. 18 der Zuſatzconvention v. 11. Dez 1871 zu dem zwiſchen Deutſch⸗ land und Frankreich unterm 10. Mai 1871 abgeſchloſſenen Friedensvertrage wurden die verſchiedenen Verträge und Conventionen welche vor dem Krieg⸗ zwiſchen den deutſchen Staaten u. Frant reich beſtanden haben, wieder in Kraft geſetzt und ſind damit auch dieſe die Juris⸗ dictionsverhältniſſe zwiſchen Baden und Frankreich betreffenden Vereinbarungen wieder in Wirkſamkeit getreten II. Proc. Ordg. 88 61. 161. 704. 848.
12. Vergl. d.§6 2 u. 5 d. alleg. Reichsgeſ. v. 1. Juni 1870, d. Erwerbg. u den Verluſt der Bundes⸗ u. Staats⸗ angehörigkeit betr. Anhang).
13. Dieſer Artikel hat mit Bezug auf die zu Eingang dieſes Titels citirten Art. 3 u. 4 d. Reichsverf. u. d.§ 1 des Reichs⸗ geſ v. 1 Nov. 1867 über die Fteizügig⸗ keit, wornach jeder einem Bundesſtaate des deutſchen Reichs Angehörige als In⸗ länder zu behandeln iſt und als ſolcher das Recht der Niederlaſſung in jedem Bundesſtaate hat, nur noch
gegenüber Nichtangehörigen des deutſchen Reichs(Fremde im
Sinne der Reichsgeſetzgebung) Bedeutung. Vergl. wegen Niederlaſſung u. Aufenthalt Fremder den L. R. S. 102.
14. Proz. O.§§ 58— 600 Si 6


