97
1494. Die entſagende Frau iſt von jedem Beitrage zu den Schulden der Guͤtergemeinſchaft, ſowohl in Anſehung des Nannes als der Glaͤubiger, befreyet. Dieſen letztern bleibt ſie gleichwohl verhaftet, wenn ſie die Verbindlichkeit gemein⸗ ſchaftlich mit ihrem Manne uͤbernahm, oder wenn die in die Guͤtergemeinſchaft gefallene Schuld urſpruͤnglich von ihr her⸗ ruͤhrte; alles jedoch mit Vorbehalt des Entſchaͤdigungsanſpru⸗ ches wider den Mann oder deſſen Erben.
1530. Die Verabredung der Ehegatten, ſich ohne Guͤter⸗ gemeinſchaft verheirathen zu wollen, verleihet der Frau nicht das Recht, ihr Vermoͤgen zu verwalten, oder die Nutzungen deſſelben zu beziehen, denn dieſe Rutzungen werden ſo be⸗ trachtet, als wenn ſie dem Manne zugebracht ſeyn, um die Laſten der Ehe davon zu beſtreiten.
———=ccSc———
VII.
Formulare zu den Urkunden des Civilſtandes.
Dieſe Formulare ſind zwar ſaͤmmtlich zunaͤchſt zum Ge⸗ brauche der Prediger eingerichtet, ſie beduͤrfen aber nur einer ſehr geringen Aenderung, um vollkommen auch fuͤr die Mai⸗ res zu paſſen. Hierzu wird nemlich nur dies erfordert, daß ſtatt des Worts: Prediger— Maire, ſtatt Kirchſpiel— Stadt oder Gemeinde, und ſtatt: Kirche— Rath⸗ haus oder Gemeindehaus geſetzt wird. In allen uͤbri⸗ gen Stuͤcken konnen ſie unveraͤndert ſtehen bleiben.
7


