— 0— 485
den Genuß der Güter ſeiner Kinder, biß ſie achtzehn Jahre erreicht haben, weni ſie anders nicht vor dieſem Alter ent⸗ raſſen worden, 384. Dieſer Genuß erſtreckt ſich nicht auf die Guͤter, welche die Kinder durch ihre Arbeit oder ihren Kunſtfleiß gewonnen haben, a37. Der Vater hat die eins⸗ weilige Verwaltung der Kinder waͤhrend das Eheſcheidungs⸗ vegehren betrieben wird, 267. Die Aeltern koͤnnen ihr Ver⸗ moͤgen unter ihre Kinder oder Nachkoͤmmlinge vertheilen, 1075. Sie koͤnnen ſie ihren Kindern geben mit dem Auf⸗
trage, ſie ihren gebohrnen oder noch zu erzeugenden Kin⸗
dern zuruͤck zu geben, roas. S. Mutter, Patergewalt,
Schenkungen, Theilung.
watetgewalt. Das Kind bleibt unter der Gewalt ſeiner Ael⸗ tern biß zur Großſaͤhrigkeit vder Entlaſſung, 372. Der Va⸗ ter, und nach der Aufloßung der Ehe der uͤberlebende Gatte hat den Geuliß der Guͤter. S. Päter, 384 und 387. Der Vater, welcher Urſache hat, mit dem Betragen ſeines Kin⸗ des unzufrieden zu ſein, kann es einſperten laſſen, 378. waͤhrend einem Monarhe hoͤchſtens, wenn das Kind noch nicht ſechszehn Jähre ult iſt, 376. und hoͤchſtens ſechs Mo⸗ nathe, wenn däs Kind ſechszehn Jahre alt iſt und bis zur Großjährihkeir vder Eüklaſſung, 37. S. Pater, Mutter.
Paterſchaft. Das während der Ehe embfangene Kind hat den Ehegatten zum Vater, 312. Der Vater kann es nicht verlaͤugnen, als wenn die Geburt ihm verheimlicht worden, zrz. Die Auſſuchung der Vaterſchaft iſt verbothen, Zu0. S. Mutterſchaft, Rindſchaft, natuͤrliche Kinder, Recht⸗ maͤſigmachen.
Verantwortlichteit. Jene, bei denen die Regiſter des buͤr⸗
gerlichen Standes hinterlest ſind, ſind fuͤr die Veraͤnderun⸗ gen, welche in denſelben gemacht werden, verantwortlich, S1. Die Hypothekenbewahrer ſind uͤber die Auslaſſungen verantwortlich, welche ſie ſowohl auf ihren Regiſtern, als
auch auf den Zeugniſſen, die ſie geben, machen, 2197. Der Vormund und Nebenvormund ſind gegen einander fuͤr ihre wechſelſeitige Amtsfuͤhrung verantwortlich, 417. Die Er⸗ ben des Vörmundes ſind nur fuͤr deſſen Amtsfuͤhrung ver⸗ antwortlich, 410 Der neue Gatte der Frau, welche Vor⸗ munderin iſt, iſt ſolidariſch mit ihr fuͤr ihre Amtsfuͤhrung verantwortlich, 395 und 396.
Verbindlichkeit gemeinſchaftliche hat unter den Gläu⸗ bigern ſtatt, wenn die dem einen gemachte Bezahlung den


