Druckschrift 
Das bürgerliche Gesetzbuch der Franzosen : Nach der sterotypischen Ausgabe von Firmin Didot / Ganz neu übersetzt von J.P. Ackermann
Seite
471
Einzelbild herunterladen

471

den, 953. Die Widerrufung einer Schenkung unter Leben⸗ den wegen Undankbarkeit muß innerhalb eines Jahrs be⸗ gehrt werden, 957. Jene wegen nachgebohrnen Kindern ver⸗ jaͤhrt ſich durch einen Beſitz von dreiſig Jahren von der Geburt des letzten Kindes des Schenkgebers gerechnet, 966. Jede Schenkung kann mit Vorbehalt der Nutznießung der geſchenkten Guͤter zum Vortheil des Schenkgebers oder eines Drittern gemacht werden, 9490. Der Schenknehmer kann auch das Recht des Ruͤckfalls, doch nur fuͤr ſeinen Vortheil wenn er den Schenknehmer uͤberleben ſollte, ausbedingen, 1. Jede Schenkung beweglicher Gegenſtuͤnde iſt unguͤl⸗ tig, wenn der Urſchrift der Schenkung nicht ein Abſchaͤtzungs⸗ verzeichniß, das von den Schenkgeber und Schenknehmer unterſchrieben iſt, beizefuͤzt worden, oas. Um eine ſolche Schenkung zu empfangen iſt es hinreichend, in dem Augen⸗ blicke der Schenkung empfangen zu ſein, 906. Der Vor⸗ mund empfaͤngt mit Genehmigung des Familienrathes die dem Minderjuͤhrigen gemachte Schenkung, 461. Die Schen⸗ kungen unter Lebenden durch Heurathsvertrag ſind den naͤnlichen all emeinen Regeln wie die andern Schen⸗ kungen dieſer Art unterworfen, 1081. Die Schen⸗ kung durch Heurathsvertrag kann von den Guͤtern, die der Schenkgeber bei ſeinem Abſterben hinterlaſſen wird, zum Vyrtheil der Gattinnen und der Kinder, welche gebohren werden ſollen, geſchehen, ꝛ082. Sie kann auch in Geſammt⸗ heit von allen gegenwartigen und kuͤnftigen Guͤtern im Gan⸗ zen oder theilweiſe geſchehen, 1084. Sie kann aus Mah⸗ ge der Annahme nicht angegriffen noch zernichtet werden, 1z7. Sie iſt nichtig, wenn der Schenkgeber den ſchenk⸗ nehmenden Gatten und ſeine Nachkommenſchaft uͤberlebt, 10o. Ehegatten koͤnnen ſich durch den Ehevertrag jene Soenkungen machen, die ſie fuͤr thunlich finden, ſie ſeien nur gegenſeitig oder nicht, 1091. Sie koͤnnen ſich auch waͤh⸗ reni der Heurath ſolche Schenkung machen, allein alsdann kann ſie nicht gegenſeitig durch die naͤmliche Urkunde ſein, 1097 Uund obſchon ſie als Schenkung unter Lebenden be⸗ nenm wird, ſo kann ſie doch widerrufen werden, 1096. Jede Scheikung zwiſchen Gatten durch Heurathsvertrag oder waͤhrend der Ehe kann alle Gaͤter begreifen, uͤber welche das Gſetz erlaubt als Eigenthum zu verfuͤgen, ſo wie noch uͤber des die Nutzuieſung derjenigen, die zum Vortheil der Erben aufbehalten werden, wenn der Schenkgeber keine