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Das bürgerliche Gesetzbuch der Franzosen : Nach der sterotypischen Ausgabe von Firmin Didot / Ganz neu übersetzt von J.P. Ackermann
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legten Berichte und noch ehe der Regierunsskommiſſaͤr das Wort genommen, erlaubt ſein, ihre gegenſeitigen Rechtsmittel, und zwar zuerſt uͤber die Unzulaͤßigkeit und dann uͤber das Be⸗ gehren ſelbſt vorzutragen oder vortragen zu laſſen; allein der Rechtsbeiſtand des Klaͤgers darf niemal angehoͤrt werden, wenn der Klaͤger nicht ſelbſt erſchienen iſt.

249. Sobald das urtheil, welches das Zeugenverhoͤr verord⸗ net, ausgeſprochen iſt, ſo ſoll der Gerichtsſchreiber denjenigen Theil des Verbalprozeſſes vorleſen, welcher die ſchon geſche⸗ hene Angabe der Zeugen enthaͤlt, welche die Partheien wol⸗ len abhören laſſen. Der Preſident ſoll ihnen andeuten, daß ſie noch andere bezeichnen koͤnnen, aber daß nach dieſem Au⸗ genblicke keine mehr werden angenommen werden.

250. Die Partheien ſollen ſogleich wider die Zeugen, welche ſie verwerfen wollen, ihre gegenſeitigen Einwendungen machen. Der Gerichtshof ſoll uͤber dieſe Einwendungen ſprechen, wenn er vorher den Regierungskommiſſaͤr vernommen hat.

251. Die Verwanden der Partheien, mit Ausnahme jedoch ihrer Kinder und Abkoͤmmlinge ſind aus dem Grunde der Verwandſchaft nicht verwerflich, eben ſo wenig als die Dienſt⸗ bothen der Gatten wegen der Eigenſchaft, daß ſie Dienſtbothen ſindz allein der Gerichtshof ſoll auf die Auſſagen der Bluts⸗ verwanden und Dienſtbothen jene Ruͤckſicht nehmen, die er rechtlich befinden wird.

252. Jedes Uurtheil, welches einen Zeugenbeweiß zulaͤßt, ſoll die Zeugen, welche man vernehmen ſoll, benennen und den Tag und die Stunde beſtimmen, an welchen die Partheien ſie darſtellen muͤſſen.

253. Die Ausſagen der Zeugen ſollen von dem bei verſchloſſenen Thuͤren ſitzenden Gerichtshofe in Beiſein des Regierungskom⸗ miſſaͤrs, der Partheien, ihrer Rechtsbeiſtaͤnde oder Freunde, biß auf die Zahl von dreien auf jeder Seite, vernommen werden.

254. Die Partheien können entweder ſelbſt oder durch ihre Rechtsbeiſtaͤnde den Zeugen jene Bemerkungen oder Auffode⸗ rungen(interpellations) die ſie fuͤr dienlich erachten, machen, ohne ſie jedoch in dem Augenblicke, da ſie Zeugniß ablegen, in ihren Auſſagen unterbrechen zu koͤnnen

265. Jede Ausſage, ſo wie alle Reden und Bemerkungen, zu denen ſie Anlaß gegeben haben, ſollen niedergeſchrieben werden. Der Verbalprozeß des Zeugenverhoͤrs muß ſowohl den Zeu⸗ gen als auch den Partheien vorgeleſen werden; die einen