Druckschrift 
Das bürgerliche Gesetzbuch der Franzosen : Nach der sterotypischen Ausgabe von Firmin Didot / Ganz neu übersetzt von J.P. Ackermann
Seite
36
Einzelbild herunterladen

36

vertrag abſchließende Theile, und dieienigen, unter deren Se⸗ walt ſie gehandelt haben, eine Geldſtrafe, welche mit ihrem Vermoͤgen in Verhältniß ſteht.

193. Der naͤmlichen in dem vorhergehenden Artikel angeſetz⸗ ten Strafen ſollen ſich alle diejenigen Perſonen, welche da⸗ ſelbſt bezeichnet ſind, durch jede Zuwiderhandlung gegen die in dem 166 Artikel vorgezeichneten Regeln; ſelbſt dann, wenn auch dieſe Zuwiderhandlungen nicht als hinreichend beurtheilt wuͤrden, die Nichtigkeit der Ehe ausſprechen zu machen, ſchuldig machen.

194. Keiner kann die Benennung eines Gatten und die buͤr⸗ gerlichen Wirkungen des Ehebuͤndniſſes rechtlich beſprechen, wenn er nicht eine Urkunde, welche die feierliche Abſchließung ſeiner Heurath bewaͤhrt und in die Regiſter des burgerlichen Standes eingetragen iſt, vorzeigt, vorbehaltlich der durch den 46 Artikel des Titels von den urtunden des buͤrgerli⸗ chen Standes vorgeſehenen Faͤllen.

196. Der Beſitzſtand kann die vorgeblichen Ehegatten, wel⸗ che ſich gegenſeitig darauf berufen wollen, nicht von der Ver⸗ bindlichkeit freiſprechen, die urkunde uͤber ihre Heurathsab⸗ ſchließung dem Beamten des burgerlichen Standes vorzuweißen⸗

196. Wenn Beſitzſtand vorhanden und die Urkunde uͤber die feier liche Abſchließung der Ehe dem Beamten des buͤrgerli⸗ chen Standes von den Cheleuten vorgezeigt worden, ſo koͤn⸗ nen dieſelbe gegenſeitig nicht zugelaſſen werden, die Nichtig⸗ keit dieſer Urkunde zu verlangen.

197. Wenn jedoch in dem Falle der Artikel 194 und 196 Kinder vorhanden ſind, welche von Perſonen entſproſſen ſind, welche als Gatten oͤfentlich miteinander gelebt haben, aber veide verſtorben ſind, ſo kann die Nechtmäßigkeit der Kinder unter dem einzigen Vorwande, daß die urkunde der feierlichen Abſchließung nicht vorgelegt worden, nicht beſtritten werden, wenn anders dieſe Rechtmaͤßigkeit durch einen Beſitzſtand, wel⸗ chem die Geburtsurkunde nicht widerſpricht, bewieſen iſt.

r98. Wenn ſich der Beweiß einer geſetzmaͤbigen feierlichen Heurathsabſchließung durch den Erfolg eines peinlichen Rechts⸗ handels ergibt, ſo verſichert die Einſchreibung des urtheils⸗ ſpruches auf die Regiſter des buͤrgerlichen Standes der Ehe von dem Lage ihrer feierlichen Abſchließung alle buͤrgerlichen Rechte ſowohl in Hinſicht auf die beiden Gatten, als auch auf die gus dieſer Ehe entſproſſenen Kinder.