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Das bürgerliche Gesetzbuch der Franzosen : Nach der sterotypischen Ausgabe von Firmin Didot / Ganz neu übersetzt von J.P. Ackermann
Entstehung
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der Verwandſchaft zählt nach Graden, 737. Die leiblichen Verwanden theilen bei einer Erbſchaft in beiden Linien, die halbbuͤrtigen nur jede in ihrer Linie, 733. Die Seitenver⸗ wanden erben in Ermanglung von Abkoͤmmlingen oder auf⸗ ſteigenden Verwanden der Geſchwiſter des Verſtorbenen, 763. Die Verwanden uͤber den zwoͤlften Grad hinaus er⸗ ben nicht, 756.

verrveigerung der Gerechtigkeit gibt Urſache den Richter, welcher ſich derſelben ſchuldig macht, gerichtlich zu belan⸗ gen. 4.

verzichtleiſtung(die) auf die Gutergemeinſchaft iſt der Frau und ihren Mitbetheiligten erlaubt, 1453. Sie muß in den drei Monathen und vierzig Tagen, welche auf das Abſterben des Mannes folgen, geſchehen, 1457. Allein ſie iſt der Frau, welche eine Aufnahme gemacht hat, immer erlaubt, ſo lange ſie ſich nicht in die Güter der Gemein⸗ ſchaft gemiſcht hat, 1439. Sie iſt der Wittib unterſagt, welche Geräthſchaften der Guͤtergemeinſchaft verheimlicher hat, r460. Die verzichtleiſtende Frau verliert alle ihre Rechte auf die Guͤter der Gemeinſchaft, r492. Sie uͤbt nur ihre eheliche Zuruͤcknahme aus, 1493. Sie iſt von allem Bei⸗ trag zu den Schulden der Guͤtergemeinſchaft freigeſprochen, 1494. Die Verzichtleiſtung auf eine Erbſchaft iſt allen Erben erlaubt, 779. Sie iſt den Erben unterſagt, welche Geräthſchaften der Verlaſſenſchaft verſchleudert oder verheelt haben, 792. Der Erbe hat drei Monathe und vierzig Tage, um daruͤber zu berathſchlagen, 795. Allein dieſe Befugniß verjäbrt ſich nur durch den Verlauf der Zeit, welche erfor⸗ lich iſt, um die laͤngſte Verjährung unbeweglicher Rechte zu machen, 789. Sie wird nicht vermuthet, ſie muß erwie⸗ ſen werden, ſie geſchieht auf der Gerichtſchreiherei des Tri⸗ vunals erſter Inſtanz des Ortes, wo die Guͤter liegen, 784. Der Theil des Verzichtleiſtenden waͤchſt ſeinen Miterben zu, 786. Die Gläubiger desienigen, welcher zum Nachtheil ihrer Rechte Verzicht leiſtet, koͤnnen an ſeiner Stelle empfangen, 783. Man kann auf die Verlaſſenſchaft eines Lebenden nicht Verzicht leiſten, 791. Man koͤmmt niemal durch Stelvertretung eines Erben, der Verzicht geleiſtet hat, zur Erbſchaft 787. Man kann aber jenen vertreten, auf deſſen Verlaſſenſchaft man verzichtet hat, 744. Siehe Annahme, Erbſchaften.