Von der Natur der Gesetze des Civilrechts. co
springe, in drei Unterarten, in natürliches Recht, Völkerrecht und Civilrecht(1).
Die Natur hat Eigenschaften und Triebe in den Menschen gelegt, die ihm mit allen lebendigen We- sen gemein sind(z): dahin gehören die Verbindung beider Geschlechter(5), die Erzeugung der Kinder (4), und deren Frzichung(5). Hierauf bezogen die Römer ihren Begriff des Naturrechts, als eines solchen, welches schon die Natur lehrt(m).
Es giebt Grundregeln, Finrichtungen und Ge⸗ bräuche, die den Vernunftwesen eigenthümlich und bei allen Völkern angenommen sind. Diese nannten die Römer das Völkerrecht, welches nämlich bei allen Völkern geltend ist(7). Umter jene Grund- regeln, deren Wahrheit ein Jeder fühlt, rechneten sie die Gottesfurcht, die Pflichten gegen die Aeltern, die Vaterlandsliebe und die Selbstvertheidigung ge-
() Privatum jus tripartitum est: collectum et- enim est ex naturalibus Praeceptis, aut gen- tium, aut civilibus. Ibid.
(2) Jus istud non humani generis proprium, sed. omnium animalium quae in terra, quae in martnascuntur, av1um quoque communeest. Leg. 1. J. 3. ff. de Justit. et Jure.
6) Hinc descendit maris atque feminae con- junctio. Ibid.
(4) Hinc liberorum procreatio. Ibid.
(5) Hinc educatio. Ibid.
(6) Jus naturaleest, quod naturs omniaanimalia docuit. Ibid.
6) Quod naturalis ratio inter omnes homines constituit, id apud omnesperaequecustodi- tur, vocaturque jus gentium, quasi quo jur⸗ omne⸗ gentes utuntur. L. 9. sod.


