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Bürgerliches Gesetzbuch der Franzosen / Uebersetzt von P. F. Cremer, Regierungscommissaire bei dem Civilgerichte des Crevelder Bezirks
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Wer indeſſen eine Sache verloren hat, oder wem eine Sache geſtolen warden, der kann ſie in drei Jahren, von dem Tage des Verluſtes oder Diebſtals angerechnet, gegen denjenigen, in deſſen Haͤnden ſie ſich befindet, wieder fodern. Letzterer hat aber alsdenn ſeine Erholung gegen den, wo⸗ von er ſie hat.

2280. Hat der gegenwaͤrtige Beſitzer der ge⸗

ſtolenen oder verlornen Sache dieſelbe auf einem

Markte oder auf einer Meſſe gekauft, oder bei ei⸗

vem oͤffentlichen Verkaufe, oder von einem Kauf⸗

mann, der ſich mit dem Verkaufe von dergleichen Sachen abgiebt; ſo kann der urſpruͤngliche Eigen⸗ tuͤmer ſie nicht wieder ſodern, als gegen Erlegung des Preiſes, den ſie gekoſtet hat, an den Beſitzer.

2281. Verjaͤhrungen, welche zur Zeit der Ver⸗ kuͤndigung des gegenwaͤrtigen Titels angefangen waren, reguliren ſich nach den alten Geſetzen.

Iſt indeſſen die Rede von ſolchen Verjaͤhrun⸗ gen, welche zur eben gedachten Zeit angefangen waren, und wozu nach den alten Geſetzen noch dreiſſig Jahre von eben dieſer Epoche angerechnet,

gehoͤrten; ſo werden auch dieſe durch dieſen Ver⸗

lauf von dreiſſig Jahren vollendet.