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Bürgerliches Gesetzbuch der Franzosen / Uebersetzt von P. F. Cremer, Regierungscommissaire bei dem Civilgerichte des Crevelder Bezirks
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Auch kann man den Eid zuſchieben den Wit⸗ wen und Erben, oder den Vormuͤndern von letz⸗ tern, wenn ſie minderjaͤhrig ſind, um ſich zu er⸗ klaͤren, ob ſie nicht wiſſen, daß die Sache noch

ſchuldig ſey.

2276. Richter und Avoues haften nicht mehr fuͤr Schriften fuͤnf Jahre nach Aburteilung der Prozeſſe.

Zwei Jahre nach Vollziehung des Auftrags, oder nach der Inſinuation der Acten, die man ih⸗ nen zugeſtellt hatte, haften die Gerichtsboten eben⸗ falls nicht mehr dafuͤr.

1,₰677. Ruͤckſtande von ewigen Renten, und von Leibrenten,

Ruͤckſtaͤnde von Nahrungsgehaͤltern; Hausmiethzins und Pachtzins;

Zinſen von dargeliehenen Summen, und uͤber⸗ haupt alles, was nach Jahren, oder zu gewiſſen regelmaͤſſig wiederkommenden noch kuͤrzern Zeiten, zalbar iſt,

Werden in fuͤnf Jahren verjaͤhrt.

2278. Die Verjaͤhrungen, wovon in den Ar⸗ tikeln des gegenwaͤrtigen Abſchnittes die Rede iſt, laufen gegen Minderjaͤhrige und Unterſagte, mit Vorbehalt ihrer Erholung gegen ihre Vormunder.

2279. So oft es auf blos bewegliche Guͤter ankoͤmmt, iſt der Beſitz ſo gut, wie ein Titel.