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Bürgerliches Gesetzbuch der Franzosen / Uebersetzt von P. F. Cremer, Regierungscommissaire bei dem Civilgerichte des Crevelder Bezirks
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Franzoſen iſtens durch die Naturaliſation im Aus⸗ lande, 2tens durch die Annahme von oͤffentlichen Aemtern, welche eine auslaͤndiſche Regierung er⸗ teilt, wenn die franzoͤſiſche Regierung dieſe Annah⸗ me nicht erlaubt hat; 3tens durch die Aufnahme in jede auslaͤndiſche Corporation, welche Unter⸗ ſchiede der Geburt vorausſetzt, 4tens endlich da⸗ durch, daß ſich jemand im Auslande niederlaͤſt ohne Abſicht ber Ruͤckkehr.

Ausgenommen iſt der Fall, wenn ſich jemand des Handels wegen im Auslande niederläſt: es kann naͤmlich nie vermuthet werden, daß eine ſol⸗ che Niederlaſſung ohne Abſicht der Ruͤckkehr geſchehe.

18. Der Franzos, der ſeine Eigenſchaft eines Frranzoſen verloren hat, kann ſie allezeit wieder er⸗ langen, wenn er mit Bewilligung der Regierung nach Frankreich zuruͤckkehrt, und dabei erklaͤrt, daß er ſich daſelbſt fuͤr immer niederlaſſen wolle, und daß er Verzicht leiſte auf jede Unterſcheidung, wel⸗ che mit dem franzoͤſiſchen Geſetze unvertraͤglich iſt.

19. Heirathet eine Franzoͤſinn einen Auslaͤn⸗ der; ſo tritt ſie in den Stand und die Eigenſchaft ihres Mannes. Wird ſie Witwe; ſo erlangt ſie ihre vorige Eigenſchaft einer Franzoͤſinn wieder, wenn ſie in Frankreich ſich aufhaͤlt, oder mit Be⸗ willigung der Regierung dahin zuruͤckkehrt, und dabei erklaͤrt, daß ſie ſich daſelbſt fuͤr immer nie⸗ derlaſſen wolle.