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Bürgerliches Gesetzbuch der Franzosen / Uebersetzt von P. F. Cremer, Regierungscommissaire bei dem Civilgerichte des Crevelder Bezirks
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14. Ein Auslaͤnder, wenn er ſich auch nicht in Frankreich aufhaͤlt, kann vor die franzoͤſiſchen Gerichtshoͤfe geladen werden, ſo oft es auf die Erfuͤllung von Verbindlichkeiten ankoͤmmt, die er in Frankreich mit einem Franzoſen eingegangen hat. Eben ſo kann er vor die franzoͤſiſchen Ge⸗ richtshoͤfe gezogen werden, in Hinſicht auf jene Verbindlichkeiten, die er im Auslande gegen Fran⸗ zoſen uͤbernommen hat.

15. Ein Franzos kann vor franzoſiſche Ge⸗ richtshoͤfe gezogen werden, wenn es auf Verbind⸗ lichkeiten ankoͤmmt, die er im Auslande ſelbſt mit einem Auslaͤnder eingegangen hat.

16. Wenn ein Auslaͤnder als Klaͤger auf⸗ tritt; ſo iſt er gehalten, fuͤr die Zahlung der Ko⸗ ſten und Schadloshaltung, die allenfalls der Rechtshandel verurſachen koͤnnte, Buͤrgſchaft zu leiſten. Dieſe Regel leidet nur zwei Ausnahmen, wenn naͤmlich die Frage uͤber ein Handelsgeſchaͤft iſt, und wenn der Auslaͤnder in Frankreich unbe⸗ wegliche Guͤter genug beſitzt, um dieſe Jahlung zu ſichern.

Zweites Capirel. Von dem Verluſte der buͤrgerlichen Rechte. Erſter Abſchnitt.

Von dem Verluſte der buͤrgerlichen Rechte, als Folge von

dem Verluſte der Eigenſchaft eines Franzoſen.

Art. 17. Man verliert die Eigenſchaft eines 3 G 2