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Bürgerliches Gesetzbuch der Franzosen / Uebersetzt von P. F. Cremer, Regierungscommissaire bei dem Civilgerichte des Crevelder Bezirks
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des Geſetzes bedarf. Bei der Geburt eines Kindes, beim Abſterben eines Verwandten, ei⸗ nes Freundes, ſelbſt eines Fremden, ſchreibt ihm das Geſetz die Beobachtung gewiſſer Feier⸗ lichkeiten oder Formalitaͤten vor. Will er zu einer Ehe ſchreiten, oder hat er ein Kind, ſo ſich verehelichen will: ſo giebt ihm das Geſetz gewiſſe Rechte, und legt ihm gewiſſe Pflichten

auf. In gewiſſen Faͤllen kann und muß er

Vormund werden, das Geſetzbuch belehrt ihn uͤber ſeine Pflichten und uͤber ſeine Rechte. Er will eine Schenkung oder eine letztwillige Derorönäng machen; er will wiſſen, wie es nach ſeinem Tode mit ſeinem Eigentum gehal⸗ ten wird, oder ſelbſt entſcheiden, welche An⸗ ſpruͤche er machen koͤnne auf die Verlaſſenſchaft eines Menſchen, mit dem er entfernt oder na⸗ he verwandt iſt; er will Kauf⸗ Pacht⸗ Mieth⸗ und ſonſtige Vertraͤge eingehn; den noͤthigen Unterricht, die Richtſchnur ſeines Berhaltens, kann er nirgendwo ſicherer ſchoͤpfen, als in ſei⸗ nem Geſetzbuche. Wenn er glaubt, eine Kla⸗ ge gegen ſeinen Nachbar anſtellen zu muͤſſen, oder wenn er ſelbſt mit einer Klage bedroht wird: ſo bietet ihm ſein Geſetzbuch das Mit⸗ tel dar, ſich zu belehren uͤber ſein Recht oder Unrecht, mithin uͤber die Nothwendigkeit einen Prozeß anzufangen, oder nachzugeben und einen