VI. ſche Sprache, als die Sprache der geſitteten Welt, inne hat, und daher in den meiſten Faͤl⸗ len eine Ueberſetzung nicht allein entbehren kann, ſondern auch mit Recht das Leſen in der Urſprache weit vorzieht. Aber eines Theils
hat es doch mit der juriſtiſchen Sprache, die
in einem Geſetzbuche nothwendig herrſcht, eine ganz eigene Beſchaffenheit, und andern Theils moͤchten ſich wohl in den am Rhein gelegenen deutſchen Provinzen ſelbſt viele Rechtsgelehr⸗ ten finden, denen eine Ueberſetzung nicht un⸗ willkommen ſeyn muß, weil ſie natuͤrlicher Weiſe ſehr oft in den Fall kommen duͤrften, ihre Zu⸗ flucht dazu nehmen zu muͤſſen. Aus der naͤm⸗ lichen Urſache wird ſchon mancher jenſeitige Hausvater ſich gern darin Raths erholen; denn die Abtretung des linken Rheinufers hat ſicher nicht auch, wie der Strom die Laͤuder, die ge⸗ genſeitigen tauſendfachen Verhaͤltniſſe und Ver⸗
bindungen der beiderſeitigen Einwohner geteilt.
Fur die Bewohner des linken Rheinufers iſt aber eine gute Ueberſetzung ihres Geſetzbu⸗ ches dringendes hoͤchſtes Beduͤrfnis. Es giebt“ gewis keinen Buͤrger, keinen Hausvater, der nicht manchmal in ſeinem Leben eine Hand⸗ lung vornehmen wolle, oder eine Pflicht uͤber⸗ nehmen muͤſſe, wobei er der Zurechtweiſung


