Von den Acten des Civilſtandes. 1
59. Wird ein Kind auf einer Seereiſe gebo⸗ ren, ſo ſoll der Geburts Vet in den vier und zwanzig Stunden, in Benſ hn des Vaters, wenn er anweſend iſt, und vr er Zeucen, die man un⸗ der den Offizieren des Schiffes, oder in deren Er⸗ manglung, unter der übris Mannſchaft nimmt, aufgeſetzt werden, und war auf den kaiſerlichen Schiffen von einem Verwaltungs— Offizier des Serdienſtes; auf den Privatſchiffen der Rheder und Handelsleute aber von dem Kapitän, Schiffs⸗ meiſter oder Patron. Der Geburtsact iſt am En⸗ de der Shae Li einzuſchreiben.
60 Rn Hafen wo das Schiff einläuft, es ſey zu. Lu kichen oder aus jeder andern Urſache, auſſer zum Abtackeln, ſollen die Verwal⸗ tungs⸗Offiziete des Seedienſtes, der Kapitän, Schiffmeiſter oder Patron zwey authentiſche Aus⸗ fertigungen der Geburts⸗Acten, welche ſie aufge⸗ ſetzt haben, hinterlegen, nämlich: in einem fran⸗ zöſiſchen Hafen, auf der Schreibſtube des Vor⸗ geſetzten der Einſchreibung zum Seedienſt; und in einem fremden Hafen, zu Handen des Conſuls. Eine dieſer Ausfertigungen bleibt in der See⸗ dienſt-Schreiberey, oder in der Kanzley des Conſuls; die andere wird dem See⸗Miniſter zugeſchickt, welcher eine von ihm beſcheinigte Abſchrift von jedem der beſagten Acten an den Beamten des Civilſtandes in dem Wohnorte des Vaters oder der Mutter des Kindes, wenn der Vater unbekannt iſt, gelangen läßt. Dieſe Abſchrift iſt ſogleich in die Regiſter einzutragen.
Coder Napoleon. 2


