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Codex Napoleon / uebersetzt nach der neuen officiellen Ausgabe von einer Gesellschaft Rechtsgelehrter, und durch Noten erläutert von L. Spielmann, Kaiserlichen Procurator bey dem Civil-Gerichte in Straßburg, und außerordentlichem Professor an der Rechts-Schule daselbst
Entstehung
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Von den Acten des Civilſtandes. 16

Fo. Jede übertretung der vorhergehenden Artikel von Seiten der darin benannten Be⸗ amten, ſoll vor das Gericht erſter Inſtanz ge bracht, und mit einer Gelbbuße, die nicht über hundert Franken gehen darf, beſtraft werden.

F1. Jeder Depoſitar der Regiſter iſt civiliter verantwortlich für die Abänderungen, die darin vorkommen können, mit Vorbehalt jedoch ſeines etwanigen Regreßes gegen die Urheber beſagter Abänderungen⸗

52. Jede Abänderung, jede Verfälſchung in den Acten des Civilſtandes, jede Einſchreibung dieſer Acten auf ein fliegendes Blatt und an⸗ derswohin, als auf die dazu beſtimmten Regiſter, giebt zu Schaden- und Intereſſen⸗Erſatz gegen die Parteyen Anlaß, mit Vorbehalt der im Straf⸗Geſetzbuch hierauf geſetzten Strafen.

53. Der kaiſerliche Procurator bey dem Ge⸗ richt erſter Inſtanz iſt gehalten den Zuſtand der Regiſter zu unterſuchen, wenn ſie bey Ge⸗ richt hinterlegt werden. Er ſoll über dieſe Un⸗ terſuchung einen ſummariſchen Verbal⸗Prozeß aufſetzen, die Ubertretungen oder Verbrechen der Beamten des Civilſtandes anzeigen, und deren Verurtheilung zur Geldſtrafe requiriren.

§4. Von allen Urtheilen erſter Inſtanz, wo⸗ durch über Acten des Civilſtandes geſprochen iſt, können die intereſſirten Parteyen appelliren.

Zweytes Kapitel. Von den Geburts⸗Acten.

55. Die Geburts⸗Anzeigen ſind dein Civil⸗ Beamten des Orts in den drey Tagen nach der