14 1. Buch. 2. Litel. 1. Kapitel.
46. Es iſt erlaubt ſowohl durch urkunden, als durch Zeugen zu beweiſen, daß keine Re⸗ giſter exiſtirt haben, oder daß ſie verloren gegan⸗ gen ſind. In dieſen Fällen darf man die Hei⸗ rathen, Geburten und Sterbfälle ſowohl durch die, von den verſtorbenen Eltern herrühren⸗ den Regiſter und Papiere, als durch Zeugen, beweiſen.(¹) S
a7. Jeder in einem fremden Lande verfertigte Act desCivilſtandes von Franzoſen und von Aus⸗ ländern, wird beglanbiget, wenn er mit den in dieſem Lande gebräuchlichen Formen abgefaßt iſt.
48. Jeder Act des Civilſtandes von Franzoſen im Auslande iſt gültig, wenn er nach Vorſchtift der franzöſiſchen Geſetze, durch die diplomati— ſchen Agenten oder die Conſuln aufgeſetzt iſt.
49. Iſt es der Fall, daß auf Begehren der in⸗ tereſſirten Partheyen, am Rande eines ſchon ein⸗ geſchrieben Acts, von einem andern Act Mel⸗ dung gethan werde ſo ſoll dieſes auf den laufen⸗ den oder den im Archiv der Gemeinde hinterlegten Regiſtern, durch den Civil⸗Beamten, und auf den in der Gerichtsſtube hinterlegten Regiſtern, durch den Gerichtsſchreiber geſchehen. Zu dieſem Ende ſoll der Civil? Beamte dem kaiſerl. Procurotor bey dem Gericht erſter Inſtanz, in Zeit von drey Tagen Rachricht davon geben, und dieſer hat darauf zu achten, daß die Meldung auf bey⸗ den Regiſtern gleichförmig geſchehe.
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(0 Vergleiche die Artikel 324, 1331 und 1348 No. 4*


