Von den Acten des Civilſtandes. 13
der Gemeinde, das andere in der Schreibſtube des Gerichts erſter Inſtanz hinterlegt.(4)
44. Dem in der Gerichts⸗Schreiberey hinter⸗ legten Duplicat müſſen die Vollmachten und andere zu den Civil⸗Acten gehöeige Schriften beygebogen werden, nachdem ſie von den pro— duzirenden Parteyen und dem Beamten der Ci⸗ vil⸗Akten paraphirt worden.
45. Jederman kann ſich von den Depoſitarien der Regiſter des Civilſtandes Auszüge aus dieſen Regiſtern geben laſſen. Die ausgefertigten, dieſen Regiſtern gleichlautenden und von dem Präſtdenten des Gerichts erſter Inſtanz, oder dem Richter, der ihn vertritt, legaliſirten Aus⸗ züge ſind beglaubigt, ſo lang als ſie Niemand gerichtlich für falſch erklärt.(*)
() Nach einem den 20. Jultus 1807 gegebenen kaiſerli⸗ chen Dekret, welches im 154. Bulletin der Geſetze Nro. 2613 eingetragen iſt, ſoll jaͤhrlich eine alpha⸗ betiſche Tadelle uͤber die Civil-Acten in jeder Ge⸗ meinde gemacht werden, und nach zehn Jaßren ſoll der Gerichtsſchreiber des Tribunals eine zehnjaͤhri— ge Tabelle daraus verfertigen.
(4X) Man muß die Inctbent⸗Beſchuldigung des Falſchen oder der Verfälſchung(Inſoription en taux) mit der peinlichen Klage des Falſchen oder der Verfaͤlſchung(plainte en faux) nicht ver— wechſeln. Dieſe hat ſtatt wenn der Urheber des kalsi bekannt iſt, und wird criminaliter behandelt; jene,
wenn er es nicht iſt. In dieſem Falle wird civili⸗
ter verfahren, das heißt, die Beſchuldigung wird durch das Civil-Gericht, nach Vorſchrift des KI. Titels des 2ten Buchs im erſten Theil des Coder uͤber die Civil-Prozedur, unterſucht und entſchie⸗ den. Siehe auch den Art. 319.


