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Napoleons Gesetzbuch : einzig officielle Ausgabe für das Großherzogthum Berg
Entstehung
Seite
463
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Anhang. 463

durch den Art. 2148 und folgende des Geſetzbuches Napo⸗ leons vorgeſchriebenen Aufſatz zu uͤberſchicken.

Gleichwohl bleiben die Fälle ausgenommen, wo bey ei⸗ ner vorzunehmenden Veraͤußerung der Rechnungspflichtige ein Zeugniß von dem oͤffentlichen Schatze erhaͤlt, daß dieſe Veraͤußerung der Eintragung fuͤr den oͤffentlichen Schatz nicht unterworfen ſey. Dieſes Zeugniſſes und deſſen Datums ſoll in der Veraͤußerungsurkunde erwaͤhnet werden.

Art. 103. Veraußert ein Rechnungspflichtiger Guter, auf welche der oͤffentliche Schatz ein Vorzugsrecht oder eine Hy⸗ vothek hat, ſo ſollen die Agenten der Regierung die Zah⸗ lung deſſen, was der Rechnungspflichtige ſchuldig zu ſeyn erkannt ſeyn wird, im Rechtswege verfolgen.

Art. 103. Iſt der Rechnungspflichtige nicht wirklich erkannt ſchuldig zu ſeyn, ſo iſt der oͤffentliche Schatz gehal⸗ ten, binnen dreyen Monaten nach der ihm in Gemaͤßheit des Art. 2183 des Geſetzbuches Napoleons geſchehenen Be⸗ kanntmachung, eine Beſcheinigung, wie der Rechnungs⸗ pflichtige gegen ihn ſtehe, beyzubringen, und in dem Secre⸗ tariate des erſten Inſtanzgerichtes des Arrondiſſements der verkauften Guͤter zu hinterlegen. In Ermangelung deſſen ſoll, nach Ablauf beſagter Friſt, die Aufhebung der Ein⸗ tragung ohne Weiteres und ohne daß es dazu eines Urtheils beduͤrfe, geſchehen.

Eben ſo ſoll die Aufhebung ohne Weiteres geſchehen, wenn nach der Beſcheinigung der Rechnungspflichtige dem oͤffentlichen Schatze nichts ſchuldig iſt.

Art. 104. Die durch den Art. 2227 des Geſetzbuches Napoleons feſtgeſetzte Verjaͤhrung faͤngt zum Beſten der Rechnungspflichtigen von dem Tage der Aufhoͤrung ihrer Verrichtungen an zu laufen.

Art. 105. Iſt auf Anerkennung einer unter Privatun⸗ terſchrift ausgeſtellten Schuldverſchreibung, bevor die Schuld verfallen war oder gefordert werden konnte, geklaget und ein Urtheil erlaſſen worden, ſo kann, kraft dieſes Urtheiles,