Auszug
aus den urſchriften des Staats⸗ Secretariats.
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Im Pallaſt zu Jontainebleau, den 12ten Movember 1809.
Napoleon, Kaiſer der Franzoſen,
Koͤnig von Italien, Beſchuͤtzer des
Rheinbundes, Großherzog von Berg: te. Wir haben verordnet und verordnen wie folgt:
Erſter Artikel.
Das Geſetbuch Napoleons ſoll in dem Großherzogthum Berg, gleich nach dem Empfange unſeres gegenwaͤrtigen Decrets verkundiget, jedoch nicht eher als mit dem Iſen Januar des Jahres 1810 zur Ausübung gebracht werden.
Art. 2. Nur der für das Koͤnigreich Weſtphalen geneh⸗ migte Tert der deutſchen Ueberſetzung kann bey den Gerich⸗ ten des Großherzogthums mit dem franzdſiſchen Text ange⸗ fuͤhrt werden, und daſelbſt Geſetzeskraft haben.
Art. 3. Mit dem 1ſen Januar 1810 horen die rdmi⸗ ſchen oder canoniſchen Geſetze, die Statutargeſetze, die Edicte, die allgemeinen oder drtlichen Gewohnheiten⸗ die Vor⸗ ſchriften und Verordnungen auf, die Kraft allgemeiner oder beſonderer Geſetze zu haben in allen den Materien, wor⸗ uber das Geſetzbuch Napoleons verfüget hat.


