462 Anhang.
Nachtheilig kann es in keinem Falle werden: 1) den in dem Art. 2103 des Geſetzbuches Napoleons benannten privilegirten Glaͤubigern, wenn ſie die zur Erlangung des Vorzugsrechtes vorgeſchriebenen Bedingungen erfuͤllet ha⸗ ben; 2) den in den Artikeln 2101, 2104 und 2105 des Geſetzbuches benannten Glaͤubigern in dem durch den letzt⸗ vemeldten Artikel bemerkten Falle; 3) den Glaͤubigern des vorigen Eigenthuͤmers, welche auf das erworbene Gut gul⸗ tig eingetragene Hypotheken haben.
Art. 100 In Anſehung der unbeweglichen Guͤter der Rechnungspflichtigen, welche denſelben vor ihrer Ernennung zugehoͤrten, hat der oͤffentliche Schatz eine Hypothek unter Bedingung der Eintragung, nach Vorſchrift der Artikel 2121 und 2124 des Geſetzbuches Napoleons.
Gleiche Hypothek und unter der naͤmlichen Bedingung hat der oͤffentliche Schatz auf alle von dem Rechnungspflichtigen nach ſeiner Ernennung anderſt als gegen Verguͤtung erwor⸗ benen Guͤter.
Art. 101. Von dem Tage der Verkuͤndigung gegenwaͤr⸗ tiger Verordnung an, ſind alle Haupt- und beſondere Em⸗ pfänger und Zahlmeiſter verpflichtet, in allen von ihnen vollzogen werdenden Kaufs-, Erwerbungs-, Theilungs⸗, Tauſch- und anderen Uebertragsurkunden, ihre Titel und Eigenſchaften anzugeben, und zwar unter Strafe der Ent⸗ ſetzung, und im Falle der Unzahlbarkeit gegen den oͤffent⸗ lichen Schatz, als betruͤgliche Bankerottirer beh andelt zu werden.
Die Stempel- und Domainenempfaͤnger und die Hypo⸗ thekenaufſeher ſind, gleichfalls unter Strafe der Entſetzung, ſo wie der Haftung fuͤr allen Schaden, verpflichtet, die Ein⸗ tragung im Namen des oͤffentlichen Schatzes zur Erhaltung deſſen Rechte, auf Einſicht beſagter Urkunden, zu begeh⸗ ren oder zu thun, und ſowohl dem großherzoglichen Procu⸗ rator bey dem erſten Inſtanzgerichte des Arrondiſſements der Guͤter, als dem Controleur des oͤffentlichen Schatzes den


