Teil eines Werkes 
Viertes Stück (1808)
Entstehung
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ſchen Anerkennungen oder Verifieativ⸗ nen von Privatſchuldverſchreibungen, aber Hypothekar⸗Inſcriprionen zu

nehmen iſt der Glaͤubiger erſt befugt, wenn die Zahlung nach der Verfall⸗ zeit, oder nach der Zeit, wo die Er⸗ fuͤllung der Verpflichtung verlangt werden konnte, nicht erfolgt iſt, es

ſei denn, daß eine entgegengeſetzte

Verabredung beſtuͤnde.

Es fragt ſich: Was gilt hieruͤber zur Zeit im Kö⸗

nigreich Weſtrhalen, in welchem der Code Napolèéon zwar eingefuͤhrt iſt, die auf denſelben ſich beziehenden uͤbrigen franzoͤſiſchen Geſetze aber keine eigentliche ver⸗ bindliche Kraft habe?n: Es iſt zu bemerken: die Disculſions uͤber die Ar⸗

tikel 2123 und 2143 des Code enthalten nichts, aus

welchem ein anderer eiprit hervorginge, als welcher ſchon in den Worten der gedachten Artikel anzutreffen

iſt. Aber das Geſetz vom zten September 1807 ſoll

nach der eignen Erklaͤrung des Geſetzgebers nichts neues enthalten, es ſoll nur die Verfuͤgung des Code ergaͤnzen, den Geiſt des Geſetzes mit den Worten deſ⸗ ſelben in Harmonie bringen, und alſo den Code im ei⸗ gentlichen Sinne authentiſch interpretiren. Wirr ſtoßen hier auf die Frage: Ob authentiſche Interpretationen, die in Frankreich in Anſehung des Code vorkommen, auch fuͤr auswaͤrtige Staaten ver⸗ bindlich ſind, die den Code Napol. recipirt haben?

jIch glaube: die Frage iſt ſchlechthin zu verneinen.

Jeder auswaͤrtige Staat, welcher den Code Napo- léon recipirt hat, iſt allein berechtigt, denſelben au⸗ thentiſch zu interpretiren, wie es ihm beliebt, und nicht an franzoͤſiſche authentiſche Interpretationen gebunden.

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