Teil eines Werkes 
Viertes Stück (1808)
Entstehung
Seite
409
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den Text deſſelben mit ſeinem Geiſte in die dollkom⸗

menſte Harmonie zu bringen. Vielleicht habe ſich der Code abſichtlich nicht beſtimmt uͤber die Sache aus⸗ drucken wollen, um erlaubten Vereinbarungen der Par⸗ teien nicht zu nahe zu treten. Im Grunde ſei doch kein Glaͤubiger bis zur Verfall⸗ oder Zahlungszeit zu einem eigentlichen gerichtlichen Antrage gegen den Schuldner und Unterzeichner der Urkunde berechtigt. Von dieſer Zeit an koͤnne daher auch nur eigentlich die

Anerkennung der Urkunde gefordert, oder ſolche veri⸗ dein werden. Wenn man nun auch dem Glaͤubiger das Recht zugeſtehe, dieſe Anerfennung oder Verification zu

nticipiren, ſo duͤrfe man ihm doch auf den Grund die⸗

G 4 Anticipation nicht das Recht zugeſtehen, eine hypo⸗

thekariſche Inſcription zu verlangen, zumal dadurch ei⸗ nem Dritten geſchadet und ihm die Prioritaͤt entzogen

werden koͤnnte. Selbſt der Schuldner wuͤrde durch

eine ſolche Befugniß des Glaͤubigers verlieren, indem ihm daran gelegen ſeyn muͤſſe, ſein Vermoͤgen ſo lange als moͤglich von hypothekariſcher Inſcription frei zu er⸗ hatten ceͤwc

Das Geſetz vom 3ten September 1807 verwirft alſo keinesweges das aus einer proviſoriſchen oder anti⸗ cipirten gerichtlichen Anerkennung oder Verification des Code entſpringende gericht⸗

liche Hypothekenrecht, ſondern nur die Befugniß des

Glaͤubigers, auf den Grund dieſer antieipirten Anerken⸗ nung oder Verification ſchon die Hypothekar⸗ Inſeri⸗ ption zu verlangen, wozu er nach Artikel 2148 ſonſt allerdings qualificirt wate. Das Reſultat dieſer ver zundenen Geſetze iſt nun Eine gerichtliche Hypothek entſpringt auch aus anticipirten oder proviſori⸗