Teil eines Werkes 
Viertes Stück (1808)
Entstehung
Seite
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Aber wenn nun die Verjaͤhrung durchweg ei eine

Praeluruen iuris et de iure begruͤndet, ſo wollen wir doch wiſſen, warum fuͤr die Art. 2271 2274 genannten Glaͤubiger eine Ausnahme, und zwar eine Ausnahme Statt finden ſoll, die ganz den Grund⸗

ſaͤtzen, die von der praeſumtio iuris et de iure gel⸗

ten, zuwider iſt und auf welchen Gruͤnden dieſe Aus⸗

nahme beruht. Hiernaͤchſt wollen wir auch wiſſen, warum denn blos die Eidesdelation, und nicht auch an⸗

dere Beweismittel nachgelaſſen worden ſind. Vergebens ziehen wir hier die Discuſſionen zu Ra⸗

the. Der Artikel, welcher auch ſchon im Prdſecbe

ſtand, wurde ohne Discuſſion angenommen. Die

NAlotikfs des Geſetzes geben gleicher Geſtalt nich den mindeſten Aufſchluß.

Waren es die Waaren⸗Schulden allein, wel che unter der Dispoſition des Artikels 2275 ſtehen, ſo

ließe ſich noch wohl aus der Sache kommen. Man

koͤnnte alsdann annehmen, es ſei nicht ſowohl das ius

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agendi als vielmehr das Privilegium der Handelsbu⸗ cher, welches verjaͤhrt worden, und dabei wuͤrde ein

Eidesantrag ſehr wohl beſtehen. Damit wuͤrden denn auch freilich andere Beweismittel ſehr gut vertraͤg⸗

lich ſeyn. Aber ſo ſind in den Artikeln 2271 2274 eine Menge ganz beterogener Berſihrungen du

ſammengefaßt. IZch glaube, gler tritt der Satz ein: non omnium ratio reddi poteſt, oder wenn wir doch eine ratio

legis angeben wollen, ſo iſt es die, weil die Forderun⸗

gen, die in den gedachten Artikeln zuſammengefaßt wor⸗ den, ſchon bisher immer zu den privilegirten gehoͤrten, und man daher glaubte, ihre Privilegien auch ſelbſt auf die Verjaͤhrung ausdehnen zu muͤſſen.

Daß der Artifel 2275 blos von der Edesdelatie

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