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Geſetzen nur von einer perſoͤnlichen Klage(von einer condictio ex lege f. ſine cauſa) die Rede iſt, die nicht gegen einen jeden dritten Beſitzer, ſondern nur gegen den angeſtellt werden kann, der die Sache un⸗ mittelbar aus den Haͤnden desjenigen erhalten hat, der dem Eigenthuͤmer perſoͤnlich verpflichtet war. Daher durfte auch auf die Verjaͤhrung dieſer Klage, in ſo fern jene Artikel daruͤber etwas beſonderes nicht feſtſetzen, nicht der 2279ſte Artikel, ſondern der 22 62ſte Artikel anzuwenden ſeyn.”
So ſcharfſinnig auch dieſe Darſtellung iſt, ſo draͤn⸗
gen ſich doch dagegen dieſe Zweifel auf. Das Sprich⸗
wort: Hand muß Hand wahren, kann unmoͤg⸗ lich dem Satze zum Grunde liegen, daß der Beſitz ei⸗
ner beweglichen Sache ſchon in der Regel die Stelle
einer rechtmaͤßigen Erwerbung vertrete, denn jenes Sprichwort geht ausſchließend auf den Fall, wo einer dem andern ſeine Sachen anvertrauet hat. Der Satz
ferner iſt ſelbſt nirgends ausdruͤcklich im Code aner⸗
kannt worden, er ſcheint nur aus den Ausnahmen des Artikels 2279 zu folgen, wenn anders die hierin ge⸗ nannten Fäͤlle als Ausnahmen von der Regel zu betrach⸗ ten ſind. Daß es nicht die alleinigen Ausnahmen ſind, ſcheint ſich ferner aus den Artikeln 1238, 1599 und 2102 zu ergeben, und die Faſſung dieſer Artikel ſcheint wieder ſo viele Ausnahmen zuzulaſſen, daß die Regel dadurch deſtruirt, zum mindeſten auf die natuͤrliche und gewoͤhnliche Erklaͤrung des Sprichworts: Hand muß Hand wahren, eingeſchraͤnkt wird.
Das altere franzoͤſiſche Recht weiß nichts von dem
Satze, daß der Beſitz einer beweglichen Sache ſchon
in der Regel die Stelle der rechtmaͤßigen Erwerbung vertrete. So weit meine Huͤlfsmittel reichen, nimmt ſolches vielmehr gerade das Gegentheil an. Indeß kann man wohl als ausgemacht annehmen, daß jener
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