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uUeber die Acquiſitiv⸗ Verjäͤhrung beweglicher
Sachen nach dem Code Napoléon.
Giebt es eine eigentliche und regelmaͤßige Verjaͤh⸗
rung beweglicher Sachen nach dem Code Napo- léon?— Dies iſt die Frage, die hier unterſucht werden ſoll.
Zachariaͤ*) beantwortet die Frage mit Nein,
indem er als Grundſatz annimmt, daß bewegliche Sa⸗ chen in der Regel uͤberall nicht von dem dritten Beſitzer vindicirt, ſondern nur mit einer perſoͤnlichen Klage nach dem bekannten Sprichwort: Hand muß Hand wahren, in Anſpruch genommen werden köͤnnten;
der Beſitz einer beweglichen Sache alſo in der Regel
die Stelle der rechtmaͤßigen Erwerbung ſchon vertrete.
Nur in ſo fern(meint er) ſei die Verjaͤhrung zur Be⸗
ſtaͤrigung des Eigenthums an dieſen Sachen erforderlich, als die Geſetze in gewiſſen Faͤllen eine Ausnahme von jener Regel machten, d. h. eine⸗Vindication einer be⸗ weglichen Sache zuließen. Eine ſolche Ausnahme trete
aber ein: 1) wenn einer eine Sache verloren haͤtte; 2) wenn einem eine Sache geſtohlen worden(Art.
2279.).— Daruͤber iſt Zacharia doch ſelbſt zwei⸗ felhaft: ob die beiden Ausnahmen die einzigen ſind,
welche die Regel leidet.„Die Art,(ſagt er in der
Anmerkung,) wie der Art. 2279 gefaßt iſt, ſpricht al⸗ lerdings fuͤr die bejahende Meinung. Allein aus den
Artikeln 1238, 1599 und 2102 ſcheint der Satz
deutlich hervorzugehen, daß auch in andern Faͤllen be⸗ wegliche Sachen vindicirt werden koͤnnen, z. B. wenn
einer wiſſentlich eine fremde Sache verkauft hat. Die⸗
ſer Widerſpruch duͤrfte ſo zu heben ſeyn, daß in dieſen
*) Handhuch des franz. Eivilr., 1 Bb.§. 30.
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