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eawe daher ein aus fuͤnf Artikeln beſtehendes fuem⸗
liches Geſetz, deſſen weſentlicher Inhalt iſt:
1) Daß die conventionellen Zinſen en matiére
civile nicht 5 pro Gent und en matière de commerce nicht 6 pro Cent uüberſteigen ſollen,
und kein Abzug vom Kapital Statt finden ſolle. Auf ein hoͤheres Zinsquantum ſolle auch bei geſetz⸗ lichen Zinſen nicht erkannt werden.
2) Daß, wenn jemand bei conventionellen Zinſen ſich auf einer uſuraria pravitas betreten laſ⸗ ſen, er zu einer Geldſtrafe, die aber die Haͤlfte des geliehenen Kapitals nicht uͤberſteigen darf,
verurtheilt werden ſoll, und wenn er ſich ſogar eine Betruͤgerei(escroquerie) zu Schulden kommen laſſen, zu einer Gefaͤngnißſtrafe oben⸗ drein, welche aber die Zeit von jwei Jahren nicht uberſteigen darf.
Da weder die aͤltern unzſſſchen Geſeße, noch das darauf ſich gruͤndende Cireular des Großrichters Juſtiz⸗ miniſters, noch endlich das Geſetz vom 3ten Septem⸗ ber 1807 fuͤr das Koͤnigreich Weſtphalen von verbin⸗ dender Kraft ſind, ſondern allein der Code Napoléon verbindende Kraft fuͤr daſſelbe hat, und alle vorhin genannte Geſetze keinen integrirenden Theil des Code ausmachen, ſo fragt es ſich: welcher Zinsfuß iſt denn fuͤr das Koͤnigreich Weſtphalen anzunehmen, bis durch die Geſeboebung etwas daruͤber beſtimmt wer⸗ den wird?.
Die Antwort auf die Frage kann nicht anders 413 dahin ausfallen„ daß bis zur end lichen Regulirung der Sache derjenige Zinsfuß beibehalten werden muß, der
bisher in den verſchiedenen das Koͤnigreich Peſtpzalen ausmachenden Provinzen Statt fand. 1


