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iſt der durch das Edict vom Jahr 1770 feſtgeſetzte, in
welchem die Zinſen der Kapitalien da, wo ſelbige in
Gemaͤßheit der ertheilten Privilegien Statt fanden, zu s pro Cent regulirt wurden. Darauf bezieht ſich auch ein Circular des Großrichters Juſtizminiſters vom Zoſten Frimaire XI, nach welchem 5 pro Cenr die re⸗ gelmaͤßige und 6 pro Cent die unregelmaͤßige und au⸗ ßerordentliche Handelszinſe(en matière de com- merce) iſt, und wer mehr bezahlt hat, das zu viel Bezahlte mit der condictio indebiti zuruͤck fordern kann. 3
Bei der Abfaſſung des Code Napoléon wurden
ddie Zinſen durchgaͤngig als erlaubt zum Grunde gelegt, und es iſt darin uͤber geſetzliche ſo wohl als conventio⸗
nelle Zinſen verfuͤgt worden. Allein als die Rede da⸗
von war, den Zinsfuß zu beſtimmen, meinte man, daß ſich dieſe Beſtimmung fuͤr ein permanentes Geſetz⸗ buch nicht paſſe, dem wohl zukomme, feſtzuſetzen, in welchen Faͤllen Zinſen(ulurae legales) gefordert werden koͤnnten, das auch erlauben koͤnne, Zinſen (ufurae conventionales) zu ſtipuliren, nicht aber uͤber den Zinsfuß, als eine veraͤnderliche, nach Zeit und Umſtanden ſich richtende Sache, zu verfuͤ⸗ gen. So blieb alſo der Muͤnzfuß im Code unbeſtimmt, und diente vor der Hand das oben gedachte auf die aͤl⸗ tere Geſetzgebung ſich gruͤndende Circular des Groß⸗ richters Juſtizminiſters zur Richtſchnur.— Der Umſtand, daß der Code Napoléon den Zinsfuß unbeſtimmt gelaſſen hatte, brachte auf den Ge⸗ danken, als koͤnne man ſich ſo hohe Zinſen verſprechen
laſſen, als man wolle. Das Circular des Großrich⸗
ters Juſtizminiſters war ſo nur den Richtern bekannt. Unterm 3ten September 1807,(ſogleich nach der Ruͤck⸗ kehr des Kaiſers von dem preußiſch⸗ruſſiſchen Kriege,)
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