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vereinbar ſei mit dem Geiſte und Inhalte des Code,
welcher ausdruͤcklich die Faͤlle beſtimme, in welchen die
Adminiſtration dem Vater entzogen werde; endlich auch unvereinbar ſei mit den guten Sitten, indem eine ſol⸗ che Ausſchließung des Vaters von der Verwaltung, wie die im Teſtamente enthaltene ſei, dem Kinde nothwen⸗ dig Mißtrauen gegen ſeinen Vater einfloͤßen muͤſſe.
Der im Teſtamente ernannte Curator entgegnete: die ſtreitige Teſtamentsclauſel ſei durch kein Geſetz ver⸗ boten, und ſo wie der Erblaſſer in Grundlage des Ar⸗ tikels 389 dem Vater den Nießbrauch von dem dem
Kinde legirten Vermoͤgen entziehen koͤnne, ſo muͤſſe er auch das Recht haben, demſelben die Adminiſtration
zu entziehen. Die Novella 117 erlaube das, und
muͤſſe dieſe, da der Code daruͤber ſchweige, zur An⸗
wendung kommen.
Das Tribunal der erſten Inſtanz erkannte zu Gun⸗
ſten des teſtamentariſchen Curators; allein der Appel⸗
lationshof zu Beſangon reformirte das Urthel und
erklaͤrte die Clauſel fuͤr nicht geſchrieben. Ddie Entſcheidungsgruͤnde ſind ganz die, welche Mr. Gabriel Henryon Magnoncourt zur Vernich⸗
tung der Teſtamentsclauſel anfuͤhrte, und die wir oben angefuͤhrt haben. Nur wird in Abſicht der Nov. 117 noch bemerkt, daß ſelbige darum nicht zur Anwendung kommen koͤnne, weil der Artikel 7 des Geſetzes vom 3oſten Ventoſe ausdruͤcklich ſage: daß das roͤmi⸗ ſche Recht keine Kraft haben ſolle dans les matières comprifes dans le Code, und der Code hier eine vollſtandige Geſetzgebung enthalte.) Uns will jedoch die Richtigkeit der Entſcheidung des Appellationshofes zu Beſangon nicht einleuchten. Es
) Vergl. Sirey urisprud. de la Cour de Calſation, 4 Cab. 1 ILiyrail. pag. 96 ldqꝗ.


