Teil eines Werkes 
Viertes Stück (1808)
Entstehung
Seite
391
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39t .—“— 4 der Anwendung des Code Napoléon im Koͤnigreiche Weſtphalen auf Schwaͤngerungen, welche ſich vordem iſten Jan. 1808 ereignet haben, in ſo fern daraus nach dem Iſten Jan. geklagt wird, als durchaus unrichtig, und als eben ſo unrichtig ſtellt ſich dar, was von mir Seite 93 uͤber die ausdehnende Erklaͤrung des Ge⸗ ſetzes von dem Vorrechte der Entfuͤhrten geſagt worden iſt. Man nimmt in Frankreich nicht,(wie deutſche Juriſten thun,) an, daß bei Schwaͤngerungen, die vor der Einfuͤhrung des Code Napoléon vorgefallen ſind, auf den Grund der aͤltern Geſetze geſchwaͤngert worden, ſondern mit Verwerfung aller eigentlichen Schwaͤnge⸗ rungsklagen, den Fall der Entfuͤhrung ausgenommen, geſtattet man blos den Antrag auf Alimente fuͤr das Kind, auf den Grund einer vollkommnen oder unvollkommnen ganz freiwilligen Aner⸗ kennung. Wo dieſe nicht vorhanden iſt, erfolgt ſo⸗ fort die Zuruͤckweiſung des Antrags. Mir ſcheint dieſe Praxis der franzoͤſiſchen Gerichte ganz dem Geiſte der neuen Geſetzgebung angemeſſen.

Daß auf Fortleiſtung der Alimente, wenn ſolche bisher geleiſtet worden ſind,(vergl. Seite 289) er⸗

kannt wird, iſt von dieſer Theorie ganz unabhaͤngig.)

4

13. Wenn jemand einem Minderjaͤhrigen etwas im

Teſtamente hinterläßt, kann er zugleich den Va⸗

ter deſſelben von der Verwaltung des vermachten Vermögens ausſchließen, und ſolche einem andern uͤbertragen?

Mr. de Magnoncourt hatte in einem unterm 9ten Fructidor XI errichteten Teſtamente Flavien

.) Man vergleiche die Jurisprudence du Code eivil. beſonders Tom. V 1 parr. pag. 135 ſeq., und den Praticien frangois.