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Nach dieſen bewaͤhrt ſich die vom Herrn Profeſſor Wol ltaͤr Seite 1 80 fg. aufgeſtellte Theorie voͤllig. Man unterſcheidet in Frankreich die vollkommne und unvoll⸗ kommne Anerkennung. Jene, welche alle in den Ge⸗ ſetzen den natuͤrlichen Kindern ertheilte Rechte ver⸗ leiht, kann nur durch die Dazwiſchenkunft eines au⸗
thentiſchen Acts geſchehen, und findet nur bei ſolchen 7
Kindern Statt, die nicht ex damnato coitu erzeugt worden ſind. Dieſe, weiche blos das Recht auf Ali⸗ mente giebt, bedarf keines authentiſchen Acts, ſon⸗ dern kann quovis modo muͤndlich, auch ſchriftlich ge⸗ 4 ſchehen, erſtreckt ſich aber dagegen auch auf alle natuͤr⸗
iche Kinder ohne Unterſchied, ſelbſt auf die, welche ex damnato coitu erzeugt worden ſind.
Darin kommen erſtens beide Anerkennungen jedoch uͤberein, daß ſie ganz freiwillige ſeyn muͤſ⸗
ſen, und der geringſte Zwang, er ſei nun ein gericht⸗
licher oder außergerichtlicher, die Anertennung ungaͤl⸗
tig oder unwirkſam macht.
Dann iſt auch zweitens eine Uebereinſtinmung beider Anerkennungen darin vorhanden, daß ſo wohl die vollkommne als unvollkommne eine ausdruͤckliche ſeyn muß. Stillſchweigende Anerkennungen durch Ali⸗ mentationsleiſtung und Abfindung iſt unzulaͤſſig, den Fall ausgenommen, wo ſich jemand eines Kindes durch⸗ weg ſo angenommen hat, und von ſeiner Geburt an ſo angenommen hat, daß man auf nichts anderes als die
Puaterſchaft ſchließen kann, bis das Gegentheil, und daß
er ſich des Kindes aus andern Verhaltniſſen, als dem der Vaterſchaft, angenommen habe, bewieſen wird.
Wenn ſich auf der einen Seite Herrn Prof. Wol⸗ taͤrs Theorie von vollkommner und unvollkommner
Anerkennung durch die franzoͤſiſche Rechtsſprechung be⸗ waͤhrt, ſo erſcheint dagegen durch eben dieſe Rechts⸗ ſprechung ſiine Seite 190 vorgetragene Theorie von
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