Teil eines Werkes 
Viertes Stück (1808)
Entstehung
Seite
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ziehung der Ehe zu klagen, abſpricht, ſo erklaͤrt es dar⸗ um doch noch nicht das Verloͤbniß fuͤr einen durchaus unverbindlichen Vertrag. Man muß alſo das Verloͤb⸗ niß nach der Theorie von Vertraͤgen beurtheilen, und ihm alle die Rechtswirkungen beilegen, welche durch die Geſetze demſelben nicht ausdruͤcklich entzogen worden ſind; und dahin gehoͤrt offenbar die Entſchaͤdigung we⸗ gen nicht erfuͤllter Contractsverbindlichkeit. So viel ſcheint mir ausgemacht zu ſeyn, daß die hintergangene verlobte Perſon allerdings auch eine ei⸗ gentliche Entſchaͤdigungsſumme fordern kann, wenn ſie mit Hinſicht auf die zu erwarrende Ehe andere ihr vor⸗ theilhafte Parthien ausgeſchlagen hat, denn hierbei wuͤrde ihr die Theorie vom Schadenserſatz zu Statten

kommen. Ob ſie aber ein eigentliches ſogenanntes Ab⸗

ſtandsgeld als ein Surrogat fuͤr die nicht erfolgte Ehe begehren koͤnne, ſcheint mir doch ſehr zweifelhaft zu ſeyn. Denn wo die Klage aus dem Vertrage ſelbſt fehlt, wo auch ſogar das droit d'oppoſition verwor⸗ fen iſt, da ſehe ich nicht ein, wie auf ein Surrogat geklagt werden koͤnnte. MNur dann, glaube ich, wenn dieſes Surrogat foͤrmlich ſtipulirt worden iſt, kann es ſo, wie jede an⸗ dere ſtipulirte Conventionalpoͤn, gefordert werden.

12.

Letztes Wort uͤber die Reconnoiflance bei un⸗ ehelichen Kindern und uͤber die Schwän⸗ gerungsklage.

Der Anerkennung von unehelichen Kindern iſt mehr⸗

mals in dieſem Archive Erwaͤhnung geſchehen. Wir

haben jetzt eine Menge von Entſcheidungen der franzoͤ⸗ ſiſchen Gerichte, und insbeſondere des Cour de caf

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