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der Appellationshof zu Bruͤſſel, an welchen die zweite
Inſtanz ging, ſprach auch zu ihrem Vortheil. Daß der Vergleich uͤber die Alimente caſſirt werden
¹ mußte, verſtand ſich nach der duͤrren Vorſchrift des
Code nun wohl von ſelbſt. Aber ob die in der zwi⸗ ſchen Carl Palteele und Caroline errichteten Acte
geſchehene reconnoilfſance fuͤr genuͤg! ich geachtet wer⸗
den konnte, und damit die Abſicht des Arr. 334 er⸗ reicht war, iſt die Frage. Auf eben die Art duͤrfte auch ſchon die Anerken⸗
nung eines natuͤrlchen Kindes vorhanden ſeyn, wenn
zwiſchen dem Schwaͤngerer und der Geſchwaͤngerten ein
Vergleich uͤber die Alimentation des Kindes durch Da⸗
zwiſchenkunft eines authentiſchen Actes errichtet worden
iſt, worin die Ausdruͤcke ſich befinden: der Schwoͤn⸗
gerer wolle fuͤr das von ihm erzeugte Kind ſo
und ſo viel Alimente jaͤhrlich geben.
Das Geſetz ſcheint doch nur in zwei Fäͤllen die An⸗
erkennung eines natuͤrlichen Kindes mit buͤrgerlichen
Rechtswirkungen zuzulaſſen: 1) wenn ſi ie in der Ge⸗
burtsacte, und 2) wenn ſie in einem eignen zu die⸗ ſem Behuf errichteten authentiſchen Acte geſchehen iſt.
In dem vorliegenden Falle hatte Paſteele ſogar nirgends erklaͤrt, daß die Caroline ſeine natuͤrliche Tochter ſei. Die Ueberſchrift der Acte konnte ja blos von dem Notar herruͤhren und von ihm ganz unzeech⸗
itet geblieben ſeyn.
Eine ſtillſ ſchweigende Anerkennung lag freilich in
dem Vergleiche, indem der Paſteele ſich darin Rechte uͤber die Caroline und ihr Vermoͤgen ſtipulirte, die ſich nur eigentlich ein Vater ſtipuliren kann, und ſie, die
Caroline, darin auf ein Recht Verzicht leiſtete, das
ihr auch nur als Kind zukommen konnte. Aber läͤßt
denn das Geſetz die reconnoiſſance tacite zu, und
erfordert es nicht vielmehr die exprefſe?


