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Weſpoalen eingefuͤhrten franzöſſchen Verfaſ⸗
ſung und der Anordnungen des Code Nalio-
léon nicht ferner beſtehen koͤnnen?
II Was iſt im Falle der Aufhebung drſelben Rochtens?. 8
Die erſte Frage iſt, glaube 39,. mit den Sfs
ſten Gruͤnden zu verneinen. Es kommt hier nicht auf den Namen, ſondern auf die Sache an. Darnach aber gehoͤrt dieſes ſo genannte Fideicommiß in der prin⸗
cipalen vom Teſtator angeordneten Eigenſchaft gar nicht
unter die Subſtitutionen, welche der Code Napoléon verbietet, ſondern iſt ein bloßer Unterſtuͤtzungsfond fuͤr
die Jugend der Reichhelmſchen Familie. Nur in ſei⸗ ner eventuellen Qualitaͤt wuͤrde es unter dem Verbot
des Code uͤber die Subſtitutionen ſtehen. Die ratio
legis, warum die fideicommiſſariſchen Dispoſitionen verboten wurden, paßt hier nicht. Sie iſt von Bi⸗ got de Preameneu in ſeiner Rede an das ge⸗ ſetzgebende Corps entwickelt: 3 1
„Die Erfahrung hat bewieſen,((ſagt er) daß in reichen Familien dieſe Einrichtung,(naͤmlich die Fami⸗ lienfideicommiſſe) die keinen andern Zweck hat, als eins ihrer Mitglieder durch Beraubung der uͤbrigen zu bereichern, ein unvergaͤnglicher Keim zu Zwietrachten
und Prozeſſen war; denn was blieb den zahlreichen
Verwandten, die das Schlachtopfer davon waren und die die Noth druͤckte, wohl fuͤr eine andere Quelle abrig, als entweder uͤber die Auslegung der Willens⸗
verordnung, oder uͤber die Zuſammenſetzung der Ver⸗
moͤgensmaſſe, oder uͤber den Theil, den ſie von den dem Södelroenmiſſ unterworfenen Guͤtern abziehen konnten, oder endlich uͤber die Unterlaſſung oder die Unregelmaͤßigkeit der vorheſchriehenen Foimſen Strei⸗ tigkeiten nu erheben?“
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