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de aber es ihm zum Durchleſen gegeben werden ſoll.)
Wenn auch aus dieſer Abaͤnderung nicht ſchon erhellté, daß die Geſetzgeber es mit dem dicter und dem 6crire
tel qu'il eſt dicté woͤrtlich genommen wiſſen wollten,
ſo wuͤrde doch, da die Ordonnanz vom Jahr 1735 mit
dem Poject uͤbereinſtimmt, ſo viel folgen, daß ſie we⸗ nigſtens die Uſualerklaͤrung, welche die Anhaͤnger der zweiten Meinung vorſchuͤtzen,(wenn etwa eine ſolche uͤberall vorhanden war,) verworfen wiſſen wollen, weil ſie mit dem angenommenen: zum Durchleſen ge⸗
ben, nicht beſtehen kann.
Aus den Motifs des Geſetzes, wozu der in Frage ſtehende Artikel gehoͤrt, geht indeß mehr denn zu deut⸗
lich hervor, daß das dicter und das écrire tel qu'il elt dicté ganz nach dem Wortverſtande zu nehmen iſt,
und ſo die grammatiſche Geſetzerklaͤrung voͤllig mit der logiſchen uͤbereinſtimmt. Denn darnach kommt bei den
Teſtamenten par acte public alles darauf an, das
der Notar den letzten Willen des Teſtirers genau ſo dem Inſtrumente einverleibe, als er von dem eſtirer ausgeſprochen worden ſſt.
Was man entgegnen könnte, duͤrfte etwa dieſes
ſeyn. Dictiren ſetze voraus, daß man zuſammenhaͤn⸗ gend reden koͤnne, was bei gemeinen Leuten aber ſel⸗ ten der Fall ſei, welche mehrentheils unzuſammenhaͤn⸗ gend und verwirrt ſpraͤchen. Hiernaͤchſt ſei es ja auch faſt unmoͤglich, daß der Notar das patois(Platte) der Landleute, wenn dieſe ein Teſtament machten, nie⸗
derſchreibe. Der letzte Wille eines Menſchen von
*) Im Projekt ſteht: II lus en t faie leature en proſence dAdes eemoin⸗«, im Code dagegen heißt es: 11 doit en etre 4 A onne. lecture au teſtateur etc.— 8 Anmerk. des Herausgeb. „Sollten wohl nicht die Worte im Projekt und die im Code hier voͤllig daſſelbe bedeuten, und nur vom Vorleſen des Teſtaments zu verſtehen feyn?


