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3 295 8——'— 4. ten niederſchreiben ſoll, wie es ihm dietirt worden iſt. Denn dicter heißt jemanden etwas in die Feder dicti⸗ ren, und écrire tel qu'il eſt dicté heißt niederſchrei⸗ ben, wie etwas dictirt worden iſt. Daß der Regierungsbeſchluß vom 24ſten Prairial
XI auf die logiſche Erklaͤrung des Artikels oJ2 auch
nicht den geringſten Einfluß haben koͤnne, zeigt der Nachſatz, daß dem Teſtirer das Teſtament zum Durch⸗ leſen gegeben werden ſoll, wohl mehr denn zu deutlich. Denn wenn wir annehmen, daß auch Fremde in Frank⸗ reich teſtiren koͤnnen, und mit den Anhaͤngern der zwei⸗ ten Meinung den Notar alles ins Franzoͤſiſche uͤber⸗ ſetzen laſſen, ſo duͤrfte es wohl ſonderbar genug klingen, wenn dem Keſtirer etwas zum Durchleſen gegeben wer⸗ den ſoll, was in einer Sprache geſchrieben iſt, die er gar nicht, oder doch nicht ganz verſteht. Oder wir muͤſſen annehmen, daß die Geſetzgeber die franzoͤſiſche
Sprache auch bei Fremden als unerlaͤßlich vorausgeſetzt
haͤtten, wovon ſie doch ſelbſt hei den Civilacten das Ge⸗ gentheil angenommen haben. Ddies war vorlaufig bei der logiſchen Erklaͤrung des
Geſetzes zu bemerken, zu welcher wir jetzt uͤbergehen
Daß uns doch die Discufſions hier ſo ganz im Dunkeln laſſen! Indeß was war auch uͤber die Sa⸗ che ſelbſt zu discutiren?— Und wie das Geſetz zu verſtehen ſei, davon konnte bei den Discuſſions nicht die Rede ſon. Das Project des Code civil ſtimmt in der Haupt⸗ ſache mit den Verfuͤgungen des Art. 972 uͤberein.*) Nur darin iſt ein Unterſchied, daß nach dem Projert
das Teſtament dem Teſtator vorgeleſen, nach dem Co⸗
.) Tis.. III. Tit.X. Cp. V.§.71.


