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gangene Faͤlle angewendet werden, wenn gleich alte Geſetzgebung auch ſchon Beſtimmungen daruͤber und gar baͤlt. 1 Man moͤchte gegen dieſe Regel einwenden, die Parteien haͤtten doch bei Errichtung der Rechtshand⸗ lung auf die damals geltenden Geſetze geſehen, und ſie ſtillſchweigend darein aufgenommen. Allein die Par⸗ teien konnten, da, wo ſie uͤber gegenſeitige Rechte und Pflichten nichts beſtimmten, weiter nichts wollen, als daß das daruͤber ſtatt finden ſolle, was die Geſetze vor⸗ ſchrieben. Dies iſt auch ganz die Meinung der roͤmi⸗ ſchen Juriſten, von welchen der Satz von der ſtill⸗ ſchweigenden Aufnahme der Geſetze in die Vertraͤge herſtammt. Man wuͤrde aber ſicher uͤber die Inten⸗
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tion der Contrahenten hinausgehen, wenn man be⸗
haupten wollte, daß ſie auch die in den Geſetzen uͤber dunkle Willenserklaͤrungen enthaltenen Interpreta⸗
tionsregeln mit in ihre Vereinbarung aufnehmen wol⸗ len. Was von Verrraͤgen gilt, muß auch von einſei⸗ tigen Willenserklaͤrungen, als Teſtamenten, ꝛc., gelten.
5) Verbrechen muͤſſen, in ſo weit von der oͤffentlichen Genugthuung die Rede iſt, allein nach den damals
wie ſie begangen wurden, beſtehen⸗ den Geſetzen beurtheilt werden, wenn
eine beſtimmte Strafe vorgeſchrieben
iſt. Ein gleiches gilt von der Pri⸗
„„atgenugthuung. In Abſicht ande⸗ rer Punkte des Verbrechens ſteht nichts der Anwendung der neuern Seſetze entgegen, in ſo fern nur nicht dem Verbrecher oder dem Verletzten
entgegengeſetzte Beſtimmungen ent⸗
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