„ 290
len braucht,(wozu er in der Regel nicht befugt iſt,— kann er den natuͤrlichen Kindern dadurch helfen, daß
er den Punkt der verſprochenen oder geleiſteten Alimen⸗
te ausmittelt, und den, welcher ſie bisher geleiſtet hat, 1 zur fernern Leiſtung verurtheilt. Er iſt dazu auf den Rxöit Antrag der Mutter und des Kindes ſogar verbunden. Daß auf keine hoͤhern Alimente, als bisher geleiſtet Er oder verſprochen worden ſind, erkannt werden darf, verſteht ſich von ſelbſt. Zur Ausmittelung der Frage:
ob die Alimente geleiſtet oder verſprochen worden ſind, und auf wie hoch, muͤſſen alle zu laͤſſige Beweismittel 8 10D geſtattet werden.
Das verfuͤhrte Frauenzimmet ſoll nicht auf Ent⸗
ſchaͤdigung klagen koͤnnen.— Aber warum denn nicht? Weil dadurch offenbar wieder den ſcandaldſen n g Hurenprozeſſen Thor und Thuͤr geoͤffnet wuͤrde. Al⸗ in E lein, wenn nun eine Abfindung verſprochen worden iſt! Wir glauben, auch da nicht; denn was propter favo- rem alimentorum angenommen worden iſt, kann ein⸗ mal nicht ausgedehnt werden, und dann zweitens wuͤr⸗ de die Abfindung den Beiſchlaf vorausſetzen, den 3 das Berſprechen d der Alimente nicht nothwendig vor⸗ ausſeßt.
(die vautſazunn folgt.)
ſe


