Teil eines Werkes 
Drittes Stück (1808)
Entstehung
Seite
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73 . 4

rirt, in ſo fern nicht etwa die Auf⸗

hebung derſelben darin dausbrücklich

vorgeſchrieben iſt. Dieſe Regel gilt nicht nur von der Sorm, ſondern

auch von der Materie eines ſolchen Rechtsgeſchaͤfts. Iſt daher uͤber die Guͤltigkeit eines Teſtaments, Vertrags ꝛc. zu erkennen, welches in fruͤhere Zeiten und vor die

1 Einfuͤhrung der neuern Geſetzgebung faͤllt, ſo ſind al⸗

lein die aͤltern Geſetze anzuwenden, und ſind Hannaih

dieſe Faͤlle zu beurtheilen.

42) Was von der Guͤltigkeit der Rechts⸗

handlungen gilt, das muß auch gelten

voon den Wirkungen, welche ſie her⸗ vorbringen; desgleichen von allem,

was mit dieſen Wirkungen auf ei⸗

ne naͤhere oder entferntere Weiſe in

Verbindung ſteht.

Denn man muß annehmen, daß die perſonen, welche die Rechtshandlungen verrichtet haben, dabei auf die Wirkungen Ruͤckſicht nahmen, welche ſolche nach den zu der Zeit, wie ſie unternommen wurden,

beſtehenden Geſetzen hatten. Man muß weiter anneh⸗ men, daß ſie auch dabei alles das beruͤckſichtigten, was

nach den damals beſtehenden Geſetzen auf eine naͤhere oder entferntere Weiſe mit dieſen Wirkungen in Ver⸗ bindung ſtand. Muß nun Form und Materie des Rechtsgeſchäfts nach damals, wie daſſelbe zu Stande kam, beſtehenden Geſetzen beurtheilt werden, ſo iſt auch, wenn man conſeqient handeln will, die Wir⸗

kung deſſelben, und alles, was darauf naͤhere oder ent⸗

ferntere Beziehung hat, der Beurtheilung nach einem voͤllig gleichen Maaßſtabe unterworfen.

Entſteht alſo die Frage: Welche Wirkungen ent⸗

ſpringen aus der ſeqde zund wie die alten Geſeße noch