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277 —— Weiſe eniſchieden werden: 1) nach einem loi trans- itoire, wenn ein ſolches vorhanden iſt; 2) nach dem
Urtheil eines Caſſationshofes, wo ein ſolcher vorhan⸗
den iſt,— in Frankreich ſteht das Urtheil des cour de
caffation ganz dem loi transitoire gleich, und leitet wie dieſes die Entſcheidung; 3) nach dem ſyſtème Tapplication, welches ſich von dem Princip im Ar⸗ tikel 2 des Code Napoléon aus bilden ſoll.
Das ſyſtéme d'application ſoll ſich alſo erſt bil⸗
den— iſt noch nicht gebildet. Indeß verlohnt es ſich wohl der Muͤhe, zu unterſuchen, wie es ſich bilden
muͤſſe, beſonders da die franzoͤſiſche Geſetzgebung ſich ſelbſt ſo wenig um die Entſcheidung vergangener Faͤlle
bekuͤmmert, ſondern alles der Jurisprudenz uͤberlaſ⸗
ſen hat.
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Etwas iſt ſchon oben Seite 83 fag. daruͤber geſagt
worden. Wie wenig aber das Geſagte befriedige, ſieht man ſchon aus der Verſchiedenheit der Meinun⸗ en über die recherche der Paternitaͤt bei unehelichen
Kindern. Wir wollen daher verſuchen, ob wir die rincivien, aus welchen das oben gedachte ſyſtème d'application hervorgehen muß, nicht genauer ent⸗
wickeln koͤnnen.
Wir gehen von dem oben Seite 85 aufgeſtellten, und, wie wir glauben, hinlaͤnglich dort bewieſenen Satz: daß die Geſetze, ſie moͤgen ſeyn wel⸗
che ſis wollen, folglich auch die ſogenann⸗ ten lois interprétarives, keine ruͤckwir⸗
kende Kraft haben, aus, und ſtellen mit Hin⸗
ſicht auf dieſen Satz folgende Regeln auf:
1) Alle nach den bisher geltenden Ge⸗
ſetzen guͤltig errichtete Rechtshand⸗ lungen werden durch die neue Legis⸗ lation auch im geringſten nicht alte⸗


