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Gemüth. Dieſen Schatz will auch ich mir erhalten,„Sie werden aber ohne Zweifel den Richter darüber und blicke dann ruhig auf den Verluſt anderer ver⸗ entſcheiden laſſen müſſen,“ ſprach Lamotte. Die Geſetze gänglicher Schätze.“ können Sie vielleicht mehr begünſtigen, als Sie ſelbſt Velthuſen erwachte bei dieſen Worten plötzlich aus glauben.“ tiefen Gedanken, und ſah die ſchöne Wittwe ſo über⸗„Das iſt keineswegs meine Abſicht,“ erwiederte raſcht an, als van Hagen und Lamotte es thaten. Miſtriß Clarendon.„Ich muß, wie ich Ihnen ſage, „Sie wundern ſich darüber, meine Herren?“ hob das Recht meines Gegners anerkennen, und lieber will Henriette wieder an.„Aber ich habe ſchon ſo viel ich arm und abhängig leben, als ihm einen Augenblick Mißgeſchick ruhig erduldet, daß ich mir zutrauen darf, vorenthalten, was ihm gebührt.“ auch die Verluſte, die mir jetzt drohen, mit Muth zu„Arm und abhängig!“ ſprach Velthuſen. Aber der ertragen. Das väterliche Vermögen, welches ich aus Entſchluß iſt Ihrer würdig,“ ſetzte er nach einer Pauſe Indien mitnahm—“ hinzu. „Wäre es verloren, oder in Gefahr?“ fiel van„Ich hoffe,“ ſprach darauf Henriette,„Jeder von Hagen ein. Ihnen wird bei näherer Erwägung finden, daß ich „Leider in Gefahr,“ antwortete Henriette,„doch nicht anders handeln kann, und ein Opfer bringen ich kann darüber noch nichts Beſtimmtes ſagen. Allein muß, welches Gerechtigkeit und Pflicht fordern. Was andere Sorgen gehen mich jetzt noch näher an. Ich mich aber am meiſten in Verlegenheit ſetzt, iſt der glaubte bisher ein unbeſtrittenes Recht auf die Erb⸗ Umſtand, daß ich ſelbſt nach Jamaika zurückkehren muß, ſchaft meiner verſtorbenen Tante in Jamaika zu haben, wenn ich nicht einen vertrauten Mann hinſenden könnte, aber ich erhalte ſoeben Briefe, die mich in große Ver⸗ um die Angelegenheit mit meinem Gegner auseinander legenheit und Bekümmerniß ſetzen. Es hat ſich ein ſetzen zu laſſen.“ anderer Verwandter gemeldet, der mir die Erbſchaft Dieſe Mittheilung machte auf die drei Freunde ſtreitig machen will, und ich ſehe es ein, er hat ge⸗ einen ganz verſchiedenen Eindruck. gründete Anſprüche.“
(Schluß folgt auf S. 211.)
Der Bauer im Schloßgarten.
(Taf. 14.)
Seit fünfzehn Jahren iſt der Andres das erſtemal licher Mann wär'. Der ließ Keinen in Verlegenheit wieder in d'Stadt kommen, und zwar nicht wie damals, um kommen, ſagt Alles ſelbſt, was die Mempflinger auf als verſchuldetes Bäuerlein gegen dreifache Verſicherung dem Herzen haben,'s iſt wunderbar, die Männer brau⸗ ein kleines Kapitälchen zu ſuchen, ſondern als Mitglied chen nur z'nicken. Jedem gab er die Hand, ſie brin— einer Eiſenbahndeputation. Andres iſt ſeitdem Gemeinde⸗ gen s'Maul faſt nimmer zuſammen. Er wolle ſehen, rath worden und ſogar Bürgermeiſter und ſteht in was er für ſie thun könne, ſagt er, Mempflingen ſei ganz Mempflingen in ganz beſonderem Anſehen. ein betriebſamer Ort und gut prädicirt; was die Land⸗
„Komm bald wieder heim,“ hatte die Frau Bür⸗ tagswahlen betreffe, vertraue er ihrer Einſicht und tüch⸗ germeiſterin Tags vorher geſagt,„und bring' deinen tigen Geſinnung. Er, für ſeine Perſon, ſei ganz für Kindern was mit, und auch mir, wenn du magſt.“ die Sache und werde ſie mit Wärme befürworten. „Nichts da!“ gab der Geſtrenge zur Antwort,„die Die Mempflinger glauben, ſie hätten ihre Eiſenbahn nehm' ich mit,„das ſoll mein' Freud' ſein, zu ſehen, ſchon, bedanken ſich und machen mehr Bücklinge und wie ſie d'Augen aufreißen werden. Dir, Margret, Kratzfüße, als für Teppich und Strohboden gut iſt. wollt' ich ſchon was mitbringen, wenn ich wüßt', was Ueber den Mittag bleibt die Deputation noch bei⸗ dir Prad anſtändig wär'.“„Weißt was?“ gab ihm ſammen im Bäckerhauſe, dann geht's auseinander, die drauf die freundlich gewordene Hausfrau zur Antwort, Einen wollen bald wieder heim, die Andern haben da „im Amtsblatt ſteht, in der Stadt ſei d'Kunſtausſtel⸗ oder dort noch Verrichtung; der Andres aber bleibt bis lung jetzt offen, bring' mir a Kunſtherdle, ich wünſch' gegen Abend, denkt er, oder auch länger, denn der mir's im Stillen ſchon lang; du kannſt's ja hinten auf Wirth ſagt, der viel Frucht in Mempflingen einkauft, den Wagen in's Stroh thun.“ es würd' ihm eine Ehr' ſein, wenn der Herr Bürger⸗
Der Bürgermeiſter verſpricht's und den andern meiſter übernacht blieb mit dene Kinder..
Tag geht's fort in der Frühe.„Andres,“ ſagt beim„Was will ich ſagen, Bäck,“ fragt der Andres, Abſchied der Kieſelbauer,„ein Wort im Vertrauen, als die Uebrigen fort ſind,„wo wollen wir jetzt auch s iſt unter uns g'redt:„wenn d'machen kannſt, daß hin, wo gibt's was zum Sehen?“„Ja, d'Parade
d'Haltſtation auf mein Acker kommt, dann laß ich mich iſt vorbei,“ antwortet dieſer,„und dies wär' gerade währle nicht ſchlecht finden. Für d'Gerſte iſt's Klima das Schönſte; jetzt ging ich an eurer Stell' durch dort z'ſteinig, zum Bauen aber wär's g'rad recht.“ d'Hauptſtraßen hinunter, an den Läden und Schaufen⸗
Um 11 Uhr geht's in d'Audienz zum Miniſter. ſtern vorüber, da gibt's genug zum Sehen; dann auf Keine Kleinigkeit für einen Bauersmann; und Allen den Schloßplatz und in den Schloßgarten. Um deKunſt⸗ klopft's Herz, am meiſten aber den Sprechern; denn ausſtellung werdet ihr euch doch nicht intereſſiren.“ wer hätt' gedacht, daß der Miniſter ſo gar ein herr⸗„Das käm' erſt noch drauf an,“ lacht der Andres,
Feierſtunden. 1863. 27


