- 199—,
„ hinblaſend, die Geſellſchaft. Er ſah nun einige Wei⸗ waren durch die Revolution aus ihrer Heimath ver⸗ ir ber, die ihre wärmenden Kohlentöpfe in der Hand trieben worden. Der Aeltere, ein Franzoſe, Namens te hielten, und einige Victualien eingekauft hatten; aber Lamotte, war kaum dem Mordbeile entronnen, womit nd Alle ſchienen nur in dem gewöhnlichen Raume ihren man ihm drohte, weil er, wie es damals hieß, im — Platz zu ſuchen. Schon ergab er ſich darein, die Nacht Verdachte war, verdächtig zu ſein; der Andere, Adrian at in dem gemächlicheren Gemache des Schiffes einſam Velthuſen, der Sohn eines reichen Kaufmanns aus ere. zuzubringen, als zwei Männer von edlem Anſehen aus Brügge, hatte unter den Stürmen, die auch ſein Va⸗ 1 dem nahen Wirthshauſe herbeikamen, die er auf den terland trafen, den Wohlſtand ſeines Hauſes fallen
erſten Blick für Fremde hielt. Er fragte ſie franzö⸗
ſehen, und ward jetzt von Verfolgungen, die ſchon ſeine ſiſch, ob er auf das Vergnügen rechnen dürfe, in ihrer
theuren Angehörigen ihm geraubt hatten, aus der Hei⸗ en, Geſellſchaft zu reiſen. Sie wollten ebenfalls mit die— math vertrieben. Beide wollten mit den letzten ärm⸗ en. ſem Schiffe nach Amſterdam fahren, war die Antwort. lichen Trümmern ihres Vermögens zur See gehen, ver„Wohlan, meine Herren,“ hob der Holländer an, um an den Ufern des Ohio ein neues Glück zu eu—„ſo laſſen Sie uns eilen, auf das Schiff zu kommen, ſuchen. ur um uns die beſten Plätze auszuſuchen. Vielleicht kom⸗ Der gaſtfreie Holländer, ein wohlhabender Kauf⸗ cht men noch andere Reiſende.“ mann aus Deventer, den wir fortwährend mit ſeinem ein Die beiden Fremden ſchienen verlegen zu ſein. Namen van Hagen nennen wollen, freute ſich bei der bt„Wahrſcheinlich kennen Sie die Einrichtung dieſer Mittheilung dieſer Nachrichten noch mehr über die neueé in Boote nicht,“ fuhr der Holländer fort.„In dem wilahntſihift, da auch er im Begriffe war, eine Reiſe 8 Raum erhält man freilich ſeinen Platz wohlfeiler, aber nach de a hnabee hier zuſammen gefunden nit euri ine Geſellſchaft, in welcher es Ihnen ſchwerlich haben,“ ſprach er,„wir reiſen ja alle drei nach einer pon gefa len uriehte. hen f— einigen 3 Weltgegend. 3 hr⸗ hi Breinden ſahen ſich an, di nſg Aaen 3 Es ward daher beſchloſſen, ſich zu Amſterdam in ſt 6 rüeen Man 35 di eie C klicher? Lanit, er⸗ demſelben Schiffe wiederum Plätze zu dingen, um die et 45 Fuanine d ntrd di greiaſt un vanedriſn lange Reiſe gemeinſchaftlich zu machen. Den freund⸗ „r„ und wer wollten doſere Llr. der un ne t ni loſen Ausgewanderten konnte kein glücklicherer Zufall ſien wir den kleineren Rau ganz lerr vder ſchon benet begegnen, als die Bekanntſchaft urit dem gefälligen nen an finden glaubten Ihre Geſellſchaft ſihe ne Holländer, von deſſen Kenntniß der Verhältniſſe und dig Der 1den. 9. hre Geſellſchaf- der Sithen des ſandes i manche Erleichterung erwar⸗ 8 un⸗-⸗.e s.. ß die beiden ten durften, und Kornelius van Hagen gewann dage⸗ 8 din D vollindir dan ſchon geahnt, daß die beidei gen die angenehme Ausſicht, 5 Seefahrt dieonet geiat neuen Reiſegeſellſchafter uswanderer waren, und nunte nicht in langweiliger Geſellſchaft zu machen. de ſich denken, warum ſie die wohlfeileren Plätze wählen Bald nach der Ankunft in Amſterdam fanden ſie ſt. den leremeen Burtzefun Ila ihm ein Mittel Fan ein Schiff, das nach Süd⸗Carolina unter Segel gehn und d ſic didenn 1 ſennüch ichkeit zu verſchaffen, welche wollte. Die Anker wurden gelichtet, und ein günſti⸗ un ſie ſ ielleich ſehr ungern derſagten.„ ger Wind trieb ſie bald in's atlantiſche Meer. Ie di 1 ech habe drei Plätz im Roeſt genommen, un- weiter aber Europas Küſten verſchwanden, deſto heite⸗ nm der rach er den Wortführer, und kann doch nicht mehr rer wurden die beiden Ausgewanderten, als ob in dem rofe als 8— brauchen, da zwei Freunde, die mit mir rei⸗ Nebel, der jene verhüllte, alle ihre ſchmerzlichen Erin⸗ ſial un. wo ſtn⸗ durch plötzlich eingetretene Hinderniſſe zu nerungen verſunken wären. Die drei Freunde waren* h irhätten werden. Darf ich Sie bitten, meine Her⸗ faſt immer beiſammen; ſie hatten eine beſondere Ka⸗ ger. en, dieſe leeren Plütze einzunehmen! Mögen auch alle jüte und ſahen die übrigen Reiſegefährten ſelten anders, übrigen beſtellt ſein, wir werden am bequemſten ſitzen, als Mittags bei dem Schiffsführer, oder bei ſolchen daß und ich habe die Ehre, in Ihrer angenehmen Geſell⸗ auf Seereiſen gewöhnlichen Creigniſ lche Alle 5 ſen, ſchaft zu reiſen.“ reh da gernen icd chr retaniſſen, welche2 1e* a Zit.. durch das Gefühl gleicher Theilnahme vereinen. Ihre 4 heit Die Ireinhen verbeugten ſich und gingen mit dem V Fahrt war ſehr glücklich und bald ſchon ſahen ſie den* daß Holländer in den Roeſt. Die Stunde der Abfahrt Spitzberg der Inſel Teneriffa, wo das Schiff anlegen dem ſchlug Sit blieben allein. Man machte ſich's bequem wollte. Alle freuten ſich des Anblickes; das Geſpräch dem artigen und zierlich mit Spiegeln und Gemäl⸗ ward belebter; Jeder verrieth unbefangener ſein Ge⸗ . den veeffſehmüenten Raum. Der Abend war mild müth; der Franzoſe ſeine Eitelkeit und den leichten 6 leſer und heiter, Sanft glitt das Schiff auf dem Waſſer, fröhlichen Sinn, den ſelbſt Leiden nicht ganz hatten vird. in deſſen ſtillem Spiegel der aufgehende Mond glänzte. zerſtören können, und der ſich immer freier wieder regte, Die Reiſenden ſetzten ſich an das offene Fenſter, und je mehr heitere Gegenwart und ſchmeichelnde Hoffnung 1 erfreuten ſich bald der Ausſicht auf die Ufer des Kanals, das Andenken an jene ſchwächten; der Flammänder, die mit Dörfern und freundlichen Landhäuſern bedeckt eine warme, empfängliche Seele, die jeden Eindruck* waren.— leicht aufnahm und tief bewahrte, ein biederes Herz 5 Schnell way eine Stunde vergangen. Der Hollän⸗ mit dem regen Eifer für nützliche Thätigkeit, der ſei⸗ der ließ ſich von dem Schiffer einige Flaſchen Bordeaux nen Landsleuten eigen iſt; der Holländer, eine offene richen und die Erfriſchungen herbeiholen, welche er Geradheit, eine wackere Herzlichkeit und Theilnahme,“ auf das Schiff hatte bringen laſſen.„Seine Geſell⸗ die ſein kluger, ſorgſam berechnender Kaufmannsgeiſt chafter, die er freundlich einlud, wurden bald geſprä⸗ nicht ganz hatte abkühlen können; Alle aber beſaßen wo ger, und allmählig heiterte die Wolke des Trübſinnes jene Erfahrung und Beſonnenheit, welche ein ſo köſt⸗ 2 inen 1 auf, die in ihren Zügen lag. Der Holländer ſah liches Gut ſind, daß ſie nicht zu theuer durch Leiden ſich in ine erſte Vermuthung beſtätigt; die beiden Fremden und betrogene Hoffnungen erkauft werden können..
-
—„ 3


