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fuhren.
ſeiner Rolle in jeder Beziehung gerecht geworden ſein“. Augenblicklich iſt er, nach einer Reiſe in den engliſchen Provinzen, wieder für den Kryſtallpalaſt thätig und wird während der Dauer der Ausſtellung fünfzig Vor⸗ ſtellungen geben. Dann ſehen wir ihn auf dem Feſt⸗ lande.
Blondin hat mehr Aufſehen erregt und mehr Bei⸗ fall gefunden, als irgend ein wirklicher Künſtler unſe⸗ rer Zeit. Wir wollen dieß weiter nicht beklagen, denn wir finden es natürlich und menſchlich, daß ein Mann,
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ſchen über das Niedrige erheben.
der zwiſchen Himmel und Erde auf einem Seile, das
in ſolcher Höhe geſehen wie ein Bindfaden erſcheint, ſich wie auf dem Boden bewegt, angeſtaunt wird. Wir bewundern an ihm den höchſten Muth und die höchſte Geſchicklichkeit, alſo zwei Eigenſchaften, die den Men⸗ Wir können daher auch die Seiltänzerkunſt nicht als eine rohe betrachten, wenn wir auch wiſſen, daß ihr gerade das fehlt, was ſie zu einer wahren Kunſt machen würde.
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Misceſlen.
Die Reſultate der letzten, von Glaiſher und Cox— well, unternommenen Luftſchifffahrt ſind in mancher Beziehung ſehr intereſſant. Nachdem ſie in einer Höhe von 1 ¾ engliſchen Meilen eine dicke Wolkenſchicht paſſirt hatten, verdünnte und klärte ſich die Atmoſphäre plötzlich, und das Gas im Ballon dehnte ſich ſo raſch aus, daß ſie mit raſender Geſchwindigkeit in die Höhe Als ſie drei Meilen vom Erdboden entfernt waren, warfen ſie die erſte der mitgenommenen Tau⸗ ben zum Korb hinaus, um ihren Flug zu beobachten. Das arme Thier flog aber gar nicht, ſondern fiel als wäre es ein Stein. Die zweite hinausgeworfene Taube that ein gleiches, der dritten aber gelang es, ſich am Ballon feſtzuhalten, doch wiſſen die Reiſenden nicht was ſpäter aus ihr geworden iſt. Von den beiden Tauben, die im Korb gelaſſen wurden, war die eine, als die Luftſchiffer den Boden erreicht hatten, todt, und die andere ſehr matt. Auf einer Höhe von fünf Meilen fühlte Herr Glaiſher ſich beinahe erblindet, und die letzte Thermometerregiſtrirung, die er hatte vornehmen können, zeigte auf 50 R. unter Null. Später ſah er das Queckſilber auf 10° unter Null, war aber nicht im Stande zu regiſtriren, und verlor allmälig das Bewußtſein. Herr Corxwell widerſtand länger, der Ballon ſtieg noch weitere zehn Minuten mit ungeheurer Schnelligkeit in die Höhe, und erreichte, ſeinen Berechnungen zufolge, eine Höhe von mindeſtens ſechs engliſchen Meilen. Jetzt aber verſpürte auch Cox⸗ well Anwandlungen von Ohnmacht, und als er die Klappe öffnen wollte, um Gas ausſtrömen zu laſſen, ward er zu ſeinem Schrecken gewahr, daß er keinen Finger bewegen könne. Schnell gefaßt packte er die Schnur, welche die Klappe am Ballon öffnete, mit den Zähnen, das Gas entwich langſam, und der Bal⸗ lon begann allmälig zu ſinken, worauf auch Herr Glaiſher wieder zu ſich kam und ſeine Inſtrumente benutzen konnte. Ein ſelbſtregiſtrirendes Thermometer zeigte ihnen ſpäter, daß ſie bis zu einer Temperatur von 20⁰° R. unter Null vorgedrungen waren, und eine Flaſche mit Waſſer, die ſie mitgenommen hatten, war in der That bei ihrer Rückkunft zugefroren, und thaute erſt nach einer Stunde auf. Herrn Coxwells Hände er hatte verſäumt Handſchuhe mitzunehmen— waren ganz ſchwarz unterlaufen, während er ſich in den
höhern Regionen befand, und nahmen erſt in der Nähe des Bodens ihre natürliche Farbe wieder an. Im übrigen hatten ſie mit keinen Widerwärtigkeiten mehr zu kämpfen, ſo wie ſie aus den höhern Luftſchichten herabkamen.
In den letzten Tagen haben in London Probefahrten unter den verſchiedenſten Verhältniſſen ſtattgefunden, und es hat ſich dabei mit vollkommener Gewißheit die Anwendbarkeit der Straßenlocomotive ergeben. Die Locomotive der HH. Aveling und Porter in Rocheſter, die dabei verwendet wurde, hatte incl. alles Zubehörs, des Waſſervorraths ꝛc. ein Gewicht von 200 Centnern bei etwa 20 Pferdekraft. Die Radfelgen waren 16 Zoll breit; dieſelben laſſen ſich jedoch mit geringer Schwie⸗ rigkeit localen Verhältniſſen anpaſſen. Die Maſchine legt bei mittlerer Geſchwindigkeit eine deutſche Meile in 80 Minuten zurück, und bewegt ſich gleich gut auf Straßen, Wieſen und Pflaſter; ſie iſt vollkommen lenkbar, fährt im Kreiſe herum, an den Häuſern ent⸗ lang, weicht ohne Schwierigkeit andern Fahrzeugen aus, kurz iſt in vollkommenſter Weiſe zum Gebrauch geeig⸗ net. Die Maſchine führt für etwa zweiſtündigen Ge⸗ brauch Waſſer bei ſich, und die Heizfläche des Keſſels, der ganz wie bei anderen Locomotiven eingerichtet iſt, geſtattet ſelbſt eine Heizung mit Stoppeln oder Dung. Eine eigene Bremsvorrichtung ermöglicht augenblick⸗ liches Halten, und auch rückwärts gehende Bewegungen werden leicht und ſicher ausgeführt. Zur Bedienung ſind zwei Leute erforderlich: ein Maſchiniſt, deſſen Platz hinter der Maſchine wie bei den Eiſenbahn⸗ Locomotiven iſt, und ein Lenker, der vorn ſitzt, und vermittelſt eines kleinen(fünften) Rades der Maſchine die Seitenrichtung gibt. Die Feuerung iſt ſo einge⸗ richtet, daß jede Gefahr vermieden iſt, namentlich iſt der Aſchenkaſten dicht verſchloſſen. Für gewöhnlich hängt man an die Maſchine nur drei Transportwagen an, doch kann die Zahl derſelben, je nach den Verhält⸗ niſſen und der Größe der Maſchine, beliebig erhöht werden. Der Preis einer Maſchine von 20 Pferde⸗ kraft ſtellt ſich ab London auf etwa 420 Pf. St.— ein Preis der keineswegs zu hoch gegriffen iſt.
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