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unbedingter Gehorſam geleiſtet, gerade wie wenn er
das legitime Recht zum Commandiren hätte. Auf ſeine
Ordre alſo ſtellen ſich die Boote alle in langer Linie
auf und ſpannen ein oft mehrere tauſend Fuß langes ungeheures Netz, das in mehrere Kammern getheilt iſt, von einem kleinen Sandeiland, deren es hier eine Menge gibt, zum andern. Iſt dies geſchehen und zu⸗ gleich das Netz ſo gelegt, daß es nicht brechen kann, ſo fahren die Boote in die See hinaus, und treiben ſofort die friedlichen, nichts Arges ahnenden Fiſche durch heftige Ruderſchläge, ſowie durch noch heftigeres Ge⸗ ſchrei dem Netze zu, wobei ſie nicht nachlaſſen, als bis ſie den ganzen Schwarm in die letzte Kammer, welche man die Todtenkammer heißt, gebracht haben. Hat ſich dieſe— wozu natürlich oft viele Stunden erforder⸗ lich ſind— gefüllt, ſo wird ſie alſobald feſt zugezo—
as CThunſiſch
So wird es in Palermo mit dem Thunfiſchfang gehalten, und natürlich gilt alſo der Monat Mai den dortigen Fiſchern mit ihren Familien als der Ernte⸗ monat, auf den man ſich das ganze Jahr hindurch freut. Eben deßwegen begnügt man ſich aber auch nicht mit dem bloßen„Geſchäftlichen“ bei der Sache, ſon⸗ dern man will auch ein Vergnügen dabei haben und ein „Erntefeſt“ feiern, gerade wie man z. B. in Schwa⸗ ben mit der Fruchternte das Feſt der„Sichelhänge“ verbindet, und in andern Ländern den„Schnitthahn“, oder wie man das Ding ſonſt heißt. Sobald alſo die Schiffer⸗ und Fiſcherflotille von ihrem erſten Fang heim⸗ kehrt, ſammeln ſich alle Angehörigen derſelben am Hafen und der größte Theil der Einwohnerſchaft Palermo's findet ſich ebenfalls ein, um die Rückkehrenden mit lau⸗ tem Zuruf zu begrüßen; dieſe Letzteren aber haben Wim⸗ pel auf ihre Fahrzeuge geſteckt, und auf dem Fahrzeuge
gen und ſofort ſo viel möglich durch vereinte Kraft aus dem Waſſer emporgehoben; auf die darin befind⸗ lichen Fiſche aber, deren Anzahl nicht ſelten bis zu Tauſenden beträgt, geht's nun mit Lanzen, Spießen
und Stangen, die man zu dieſem Behufe mitgebracht
hat, los, und man ruht natürlich nicht eher, als bis man Allen den Todesſtoß gegeben hat. Gleich darauf rudert die ganze Flotille an's Land, wo man gewöhn⸗ lich mit dem Frühmorgen anlangt; allein das Geſchäft hat auch dann noch kein Ende, ſondern die Hauptope⸗ ration beginnt vielmehr erſt, d. h. man zerſchneidet die Fiſche ſofort kunſtgerecht, liest die Stücke, welche ſich zum Scoocleichverkauf eignen, aus, und ſalzt das Ueb⸗ rige ſchleunigſt ein, um es zum ſpäteren Verbrauch aufzubewahren, oder auch an die Händler und See⸗ ſchiffs⸗Capitäne zu verkaufen.
8 ₰ feſt in Pa
des auserwählten„Königs“ weht gar eine Siegesflagge.
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(ermo.
Das hat jedoch ſeinen guten Grund, denn in dieſer Barke liegt der„Triumphthunfiſch“, d. h. der größte und ſchwerſte aller in der Nacht zuvor gefangenen Fiſche, welchen man auserleſen hat, damit er als der Heros des Feſtes figurire. Kaum nun hat man gelandet, ſo ergreifen vier der kräftigſten und ſchönſten unter den Fiſchern zwei große Ruder und befeſtigen den Triumph⸗ Dann nehmen ſie die Laſt auf die Achſeln, während einige ihrer
Kameraden mit Trommeln und Trompeten bewaffnet
ſich an die Spitze ſtellen, und nun beginnt alſobald
der Feſtzug, welchem ſich alle Fiſcher, die heute Nacht Durch alle Hauptſtraßen bewegt ſich der Zug, und links und rechts ſtehen Tau⸗ ſende und Abertauſende, welche die Hüte ſchwenken und ihre fröhlichen„Evivas“ erſchallen laſſen; beſonders
fiſch mit Seilen zwiſchen denſelben.
zur See waren, anſchließen.
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