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Darum entſchloß er ſich kurz: kein Aufgebot, keine große Hochzeit und die Trauung auf dem Lande. An einem trüben, obwohl milden Oktobermorgen kleideten die Schweſtern Amalie in den weißen Muſſelin, der, mit einer„Guirlande“ von Myrthen beſetzt, ihren Brautſtaat ausmachte. Erdmuthe allein fehlte bei die⸗ ſem letzten Liebesdienſt, welches dem bräutlichen Mäd⸗ chen von ihres Gleichen geleiſtet wurde. Linchen, die ſich am beſten auf's Putzen verſtand, ſetzte der Schwe⸗ ſter den Kranz zurecht, Amalie ſah hübſch aus, weil
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Mannes, Amalie verwundert vergnügt, dem hergebrach⸗ ten Bilde einer Braut ſo ungleich wie möglich. Eben⸗ ſo unbefangen zeigte ſie ſich auch als junge Frau. Es war, als wäre ſie ſchon ſeit Jahren Frau Gün⸗ hrk gewefen. Etwas nur ſtörte ſie, daß die Schwe⸗ U ſtern ſich nicht mehr von ihr bedienen laſſen wollten. 4 Cornelia allein nahm, anfänglich mit einigen Einreden, bald aber als gehöre es ſich ſo, die gewohnten Dienſt⸗
dafür dankbar genug ſein ſollte.
Nach einigen Monaten jedoch unterbrach eine Ver⸗ ſetzung des Stabsſekretärs auf ein Mal, und auf immer dieſe glückliche Einigkeit, um ſo mehr, da bald nach
leiſtungen an, und Amalie wußte gar nicht, wie ſie ihr
ſie gut und glücklich ausſah, aber Erdmuthe wollte ſie „ſich nicht anſehen“, fuhr auch unter dem Vorwand, die beiden Wagen wären ja voll genug, nicht mit hin⸗ aus zur Trauung. Erſt als die Familie mit Amalien als„Frau Günthern“ zurückkehrte, fand ſie Erdmuthe im Erkerzimmer und in leidlicher Stimmung, d. h. in einer Art verdroſſener Ergebung.
Der Stabsſekretär war ungemein glücklich, der Vater zufrieden mit der Ehe, die Mutter beruhigt über die Zukunft der Tochter an der Seite des braven
der Ueberſiedelung des jungen Chepaares in die neue Garniſon ein Bittbrief Amaliens ankam, der inbrün⸗ ſtig um eine oder einige Schweſtern flehte. Sie war ſehraglücklich, Günther war nach wie vor„ſeelengut zu ihr,“ aber„ſie hielts ſo allein an einem fremden Orte nicht aus.“ Die neue Garniſon war ungefähr acht Meilen von ihrer Geburtsſtadt, für ein Haus⸗ thierchen wie Amalie war das eine weltweite Entfer⸗ nung. Und dann war das Städtchen ſo klein und Amalie doch an eine„große“ Stadt gewöhnt, auf dem Markt war„nie was zu kriegen,“ und„kriegte ma was, ſo konnte man den Dienſtboten nicht beibringe” wie ſie's zurichten ſollten.“ So z. B. beharrte A .
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