Teil eines Werkes 
Band 1
Seite
43
Einzelbild herunterladen

4 teiten

läm⸗ häu⸗ Nal⸗

um die man dann retär pekt⸗ eine

nabs⸗ lugen miß⸗

ihre

teinte

zuckte

weiſe anken Aleine der pruch Lleine dem r auf und t und eben

helchss

geſagl. eerden. Augen was

Herr

- 43

K*

hoffte er, ſie könne wohl an ſechsundzwanzig ſein, bald fürchtete er, ſie wäre erſt achtzehn. Das Einfachſte wäre geweſen, er hätte gefragt, er ſich auch vor, den Kammerſchreiber, die Mutter, die alte Kinderfrau, die Schweſtern, aber er ſchämte

ſich und fragte nicht, bis er endlich an einem ſchönen

Tage, wo er Amalie allein auf der Treppe begegnete,

ungeduldige Mann;der Herr Vater iſt ja jetzt zu

und zu fragen nahm

ſich einen verzweifelten Muth faßte und ohne weitere

Einleitung mit der Mamſell Amalie,

Zweiundzwanzig Jahr, Herr Stabsſekretär, ant⸗ wortete Amalie, ohne ſich im Geringſten über die ſelt⸗ ſame Frage zu wundern, mit einem freundlichen Knix.

Zweiundzwanzig, wiederholte ich bin vierundfünfzig. zum Hetrathen zu alt ſein würde, liebe Mamſell Amalie?

Ach Gott! Herr Stabsſekretär, antwortete die

er,ſo, ſot Und

arme Amalie ſo erſchrocken, als ob ſie ein großes Un⸗ für Ihre Mamſell Tochter?

Nein, liebe Amalie, antwortete der bewegte Mann, ſelbſt gefragt und ſie hat mir mit Nein geantwortet.

recht gethan hätte,das iſt doch wohl nur Scherz?

Erkundigung herausrückte:liebe wie alt ſind Sie denn eigentlich?

Glauben Sie, daß ich Ihnen

Hauſe.

Aber ich habe die Küchenſchürze an, wandte Amalie ängſtlich ein.

Darin gefallen Sie mir gerade, war die ent⸗ ſchiedene Antwort, und ohne ſich weiteres Sträuben zu erlauben, ließ ſie ſich von ihm unter den Arm faſſen und nach dem kleinen Zimmer führen, wo der Kammer⸗ ſchreiber ſeine Geſchäfte abzumachen pflegte und jetzt eben eine Pfeife rauchte.

Sein Erſtaunen bei dem Eintritt des unerwarteten Paares war nicht gering und ſeine Antwort auf den kurzen und bündigen Antrag des Freiers eine unbe⸗ ſtimmte und zögernde. Es war eine große Ehre, ge⸗ wiß, und der Staabsſekretär war in allen Stücken ein Mann u. ſ. w.; indeſſen bei einer ſo wichtigen Ent⸗

ſcheidung, von der die Zukunft eines lieben Kindes u.

indem er ihre Hand ergriff und mit herzlichem Tone

redete,es iſt mir ſehr Ernſt damit. Ich habe Sie nun ein Jahr lang alle Tage geſehen und einen Tag wie den andern gleich willig, gleich freundlich und gleich dienſtfertig gefunden. Sie werden eine ſehr brave Frau werden, denn Sie ſind ein herzensgutes Mädchen.

Amalie konnte das allzu große Lob nicht länger mit anhören und unterbrach es ängſtlich mit der Ver⸗ ſicherung: lieber Herr Stabsſekretär, meine Schweſtern ſind alle viel beſſer als ich.

Wenn Sie mir nun aber am Beſten gefallen? fragte er lächelnd.

Das iſt eine große Ehre für mich, Herr Stabs⸗ ſekretär, antwortete das dankbare und immer höfliche

Malchen. Sehr gütig, erwiederte er,aber damit hab' ich

immer noch keine Antwort.

Auf was denn? frug naiv Amalie, die es über

ihre große Verlegenheit glücklich ſchon wieder vergeſſen hatte, daß ihr ſo eben der erſte Heirathsantrag gemacht worden war.

ſ. w. u. f. w.

Der Stabsſekretär unterbrach den Umſchweife Ma⸗ chenden kurz.Sie meinen, ob ich nicht zu alt ſei Das hab' ich ſie eben

Du haſt alſo ſchon dein Jawort ſo gut wie ge⸗ geben, Malchen? fragte der Papa.

Ja, lieber Vater, wenn Sie's nicht ungütig neh⸗ men wollen, antwortete Malchen knixend,der Herr Stabsſekretär iſt ſo gut.

Darauf ließ ſich eigentlich Nichts weiter einwenden. Auch die Mutter, welche herbeigerufen wurde, ſah das ein, obwohl ſie am beſten wußte, was Amalie im Hauſe ſei und wie viel mit ihr verloren gehen werde. In⸗ deſſen man brauchte ſie ja nicht ganz zu verlieren, der Stabsſekretär konnte nach wie vor im Hauſe woh⸗ nen bleiben.Ganz meine Meinung antwortete er mit ſeiner entſchiedenen Weiſe.Ach, das wird gar zu ſchön ſein! rief Amalie mit glänzenden Blicken. In der That konnte es für ſie nur ein vollkommenes Glück geben, wenn ſie, indem ſie junge Frau wurde,

doch zugleich Tochter im Elternhauſe blieb. Der Stabs⸗

Thränen, ſie hielt

Ob Sie mir gut ſein können? forſchte der

Stabsſekretär, dem in dieſem Augenblick das Herz ſo ſchlug, als ſtände er vor dem allerſtrengſten Vorge⸗ ſetzten.

Amalie ſah ihn einige Sekunden lang mit der Ueberraſchung eines Kindes an. Dann kam zum erſten Male die Verſchämtheit des Mädchens über ſie und ſie

ſchlug die Augen nieder. Gleich darauf indeſſen erhob ſie dieſelben wieder und aus offener Seele dem auf ſie

gehefteten Blick antwortend, ſagte ſie einfach:ich bin Ihnen ſchon gut, Herr Stabsſekretär.

Und Sie wollen mich heirathen?

Ja, gerne, Herr Stabsſekretär.

Bald?

Wann Sie wollen.

Ich bin Ihnen nicht zu alt?

Nein, Herr Stabsſekretär.

Wollen Sie mir einen Kuß geben? Bitte, Herr Stabsſekretär, wenn's erſt die Eltern wiſſen werden. So kommen

*

Sie gleich zu den Eltern, rief der

ſekretär lächelte ſeiner neuen Braut wohlwollend zu; er freute ſich ihrer Freude. Die Mutter ſprach ohne Nichts vom Weinen, aber mit Innig⸗ keit:ſo ſegne dich der liebe Gott, meine gute Tochter, du biſt das erſte Kind, welches ich weggebe, und ich kann Ihnen kein beſſeres geben, Herr Stabsſekretär, ſchloß ſie, ſich an dieſen wendend. Amalie küßte der Mutter beſchämt die Hand, es war zum erſten Male, daß ſie ſo viel des Lobes üher ſich hörte, es wurde ihr ordentlich bange dabei.-

Der Stabsſekretär, um ſo ungeduldiger, officiell Bräutigam zu werden, je länger er davor zurückge⸗ ſcheut war, wollte die Verlobung ſogleich am Abend deklarirt haben. Das ging indeſſen doch nicht ſo ohne Weiteres, einige Vorbereitungen waren doch immer

zu dem kleinen Feſt nöthig, womit ſie gefeiert werden

ſollte, auch wenn man nur die Großmutter und den Onkel nebſt Zubehör einladen wollte. So mußte der Stabsſekretär ſich darein ſchicken, daß erſt am dritten Tage von dieſem an gerechnet, Amalie öffentlich ſein werden ſollte; den Schweſtern indeſſen es ohne weitere Säumniß anzukündigen, ließ er ſich nicht nehmen, mar⸗ ſchirte mit Amalien am Arme geradewegs in das Er⸗ kerzimmer hinein, wo die Mädchen an einigen Fenſtern bei ihren Arbeitstiſchen ſaßen, und ſprach mit ver⸗ 6*