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vom erſten Tage ſeines Hierſeins an unbewußt geliebt
— und noch ſo herzinnig lieb habe.
Und all' dieſe
Liebe, dieſen Schmerz ſuchte er in ſeine Arbeit hinein⸗-
zulegen.
Es war ihm oft, als habe er nur noch ſein
Werk zu vollenden, und dann ſei es Zeit zu ſterben,
oder wenigſtens weiter, weiter zu ziehen, wo ihn Nie⸗ mand kenne, ihn und ſein Leid.
Wenn die Kameraden ſingend den Hobel dahin glei⸗ ten ließen; wenn ſie nach Feierabend fröhlich hinaus
fer, inniger Erregung:„Elſe! Es muß geſprochen ſein! Sie wiſſen, was ich wünſche, was ich der Mut⸗ ter, dem Vater bereits geſagt.— Darf ich hoffen?“ Das junge Mädchen drehete ſich, wie unwillig, zur Seite und fragte:„Hab' ich Ihnen jemals Hoffnung gegeben?“ Der Hanauer ſtutzte; ſichtbar betroffen entgegnete
er:„Junge Mädchen pflegen ihre Neigung niemals
in's Freie zogen, ſaß er daheim, ſchnitt und hobelte, und ſchien keinen Sang zu hören, kein Abendroth zu
ſehen. war in ihre Bruſt gezogen!
Nur der Eduard war dem emſig Arbeitenden gegen⸗ über ein Anderer geworden; er ſchien bei ihm alle ſeine Streiche und Schelmenſtücke verlernt zu haben. ſichtbarem Eifer ſtand er dem Labiauer zur Seite und half, wo er zu helfen vermochte. Hier zeichnete er mit
Erleichterung fand er bei ihnen nicht; der Neid
Mit
großer Genauigkeit und Geſchicklichkeit ein Blatt in natürlicher Größe, wie es gearbeitet werden ſollte, auf
das Holz; dort war er unermüdlich, den Leim zu wär⸗ men und das geſchnitzte Blatt zu halten, bis es durch die Schraube befeſtigt war. Genug, der Junge ſchien durch und durch ein Anderer geworden, ſo daß der Labiauer nicht umhin konnte zu ſagen:„Guck! glaubt', hätt'ſt keine Luſt zum Geſchäft, und nun biſt der Eif⸗ rigſte und Thätigſte von Allen!“
„Das macht,“ lachte der Burſch,„weil hier kein
Sarg gezimmert wird, wie ſie der Hanauer ſo gerne.
macht. Wärt' Ihr nicht gekommen und hättet mir
gezeigt, daß auch noch andere Blumen als Schemel
und Küchenſpinde in unſerer Werkſtatt wachſen, ich
wär' davon gelaufen und wäre ein Weber geworden.
Dort hätt' ich doch Etwas zu klappern gehabt.
Jetzt aber, laut auflachend, lief er zur Thür und rief:„Ich ſeh' die Elſe und den Hanauer im Garten. Da muß ich dabei ſein!“
Und huſch! war er zur Werkſtatt hinaus.
Drunten im Garten jedoch war der Altgeſell der Elſe gefolgt, die er zu den Blumen hatte gehen ſehen. In der Laube traf er ſie. Das Mädchen, ihn gewah— rend, wollte ſich raſch davon machen; doch der Hanauer ergriff ſie bei der Hand und ſagte aufglühend in tie⸗
offen zur Schau zu tragen; ich aber dächte doch, daß ich nicht ganz ohne Zeichen wäre:— die Roſe—.“
„Was für eine Roſe?“ fragte die Elſe, unmuthig erſtaunt, aufglühend.
„Nun,“ lächelte ſelbſtzufrieden der Geſell,„fand ich nicht Ihre Roſe an jenem Sonntag Nachmittag auf meiner Bank? Sie war es doch, die mich gleichſam zum Augarten rief.“
„Wie?“ rief das junge Mädchen einen Schritt näher tretend und dem Hanauer in das Geſicht ſchauend: „Ich, ich hätte Ihnen eine Roſe geſendet? Wer wagt das zu ſagen?“
Der Eduard, der ſchon einige Zeit hinter der Laube geſtanden und gelauſcht, trat jetzt vor und ſagte mit dummtrübſeliger Leichenbittermiene:„Ach, du mein Herr Jeſus, was habe ich da angerichtet! Lieber Hanauer, Ihr waret mir immer ſo zugethan— und da habe ich Euch, als Zeichen meiner Gegenliebe, die Roſe auf Eure Hobelbank gelegt. Die Elſe weiß nichts davon!“
Der Geſell ſtand einen Augenblick wie ſprachlos ob dieſer neuen Fopperei des vermaledeiten Jungen. Plötzlich jedoch ermannte er ſich, ſein Auge funkelte— und dem ſich deſſen nicht verſehenden Eduard eine tüch⸗ tige Ohrfeige gebend, rief er, zugleich zur Laube hinaus⸗ ſtürzend:„Da haſt du meine Liebeserklärung.“(Siehe Bild auf S. 13.)
Der Junge rieb ſich die Backen, und zur Elſe ver⸗ legen, liſtig aufſchauend ſagte er:„Das hat man da⸗ von, wenn man ſich zwiſchen Brautleute ſteckt.“
Die Genannte aber lachte auf; und den Jungen beim Arm erfaſſend und ihn einigemal gleich einem Kreiſel herumdrehend, rief ſie:„Schweig, ſonſt be⸗ kommſt von mir noch Eine. Dabei ergriff ſie ihn aber beim Kopf, küßte ihn auf die Stirn, und lief, wie ein Reh, zum Garten hinaus.(Schluß folgt auf S. 20.)
Ein ungariſcher Markt.
(Taf. 2.)
Es gibt nicht leicht etwas Eigenthümlicheres und Mannigfaltigeres für den Fremden, als einen ungari⸗ ſchen Jahrmarkt, und zwar nicht ſo ſehr durch den Reichthum und die Verſchiedenheit der Gegenſtände, welche aus allen Gegenden vor des Käufers Auge tre⸗ ten, als insbeſondere durch die zahlreichen Trachten und nationalen Typen, die hier ihren Brennpunkt, ihre Centraliſation zu haben ſcheinen.
Da ſtehen wir auf dem Marktplatze einer Stadt in der Bäcska; ein tiefer Flugſand ſetzt den ohnehin müden Reiſenden eine ganz unliebſame Schranke ent⸗ gegen, die ihn noch beſonders genirt, wenn ihn die Natur in allzu reicher Weiſe mit gewichtigem Körper⸗
Feierſtunden. 1863.
bau bedacht haben ſollte. Ein unüberſehbares Heer von Markthütten und unter Gottes freiem Himmel ange⸗ brachten Niederlagen en gros und en detail ſchlingt ſeine weiten Arme um den Platz, auf welchem die toſende Menge ſich drängt, handelnd und rufend und betrachtend. Da rollt ein eleganter Neutitſcheriner heran, gezogen von vier windſchnellen, feurigen Roſſen, von welchen drei blühende Mädchen mit jugendlicher Leich⸗ tigkeit ſich herabſchwingen, während der ſeine koſtbaren Schätze geleitende Papa ſich gemächlich von ſeinem Sitze herabwälzt, um ſodann vor den Augen der ungeduldig
harrenden Kinder erſt noch die große Meerſchaumpfeife mit der feinſten, ſelbſtgezogenen Nicotiana zu ſtopfen
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