Teil eines Werkes 
Band 1
Seite
15
Einzelbild herunterladen

wieder

ind, wie ſich zu eite wer⸗

Das in Sarg deutlich odten! ätigung Werk⸗ ſagte: n Sarg

h. Alle nnte die ſt; aber von dem 3 Ganze

ſen, der

en Aus⸗ Werk⸗

ng,

ſprechen.

d durch genoſſen n, ſag und ſo t deinet

nſt nit Schluß A an das ich das Eurem hekommt hoffent⸗ auch ſo

Und, en nicht, der an⸗ antuer ſprechen tief uf gen ſah n Wol⸗

-

1

Er nimmt den Hobel mit zitternder Hand Und ſtellt ſechs Bretter ſich an die Wand Da ſchallt der Ruf der Todten.

Wohl ſchaut ſich der Alte erſchrocken um,

Doch Alles iſt öde und ſtill und ſtumm;

Bis daß er wieder zur Arbeit geht,

Da klinget ſo nahe, dort wo er ſteht, Der alte Ruf der Todten.

Es faſſet ein Grauſen den müden Greis,

Er arbeitet weiter mit doppeltem Fleiß.

Schon oft vernahm er den düſtern Klang

Nie aber ward das Herz ihm ſo bang Beim leiſen Ruf der Todten.

Schon ſind die Bretter zuſammengefügt, Da klopft es drinnen, die Angſt nicht trügt; Im neuen Sarge klopft es ſchon, Der alte Klang, der alte Ton,

Der grauſe Ruf der Todten.

Der Sarg iſt fertig. Den Meiſter ſtört Kein Fremder, der den Sarg begehrt; Für ihn allein war der Sarg ja nur, Ihm galt der ini der Todtennhr:

Der ſtille Ruf der Todten.

Das Gedicht war beendet. Alle ſchwiegen. Nie⸗ mand mochte Etwas darauf erwiedern oder dazu ſagen.

15 ̈

der alte Meiſter ein.

Nun Jeder nach ſeiner Weiſe. Habt wohl ſo eben ein Kunſtwerk entworfen? ſetzte

er ſchmunzelnd nach einiger Zeit hinzu.Darf ich's ſehen? Mit dieſen Worten griff er nach dem Papier, das der Geſell ihm freilich nur mit einigem Wider⸗

ſtreben zu laſſen ſchien.

nung geworfen hatte, bare,

freudigen Erſtaunen Platz,

nen!

Der Meiſter aber, der einen Blick auf die Zeich⸗ wurde ernſter, ſtiller. Der ſicht⸗ gutmüthige Hohn und Spott, der bisher auf ſei⸗ nem Geſicht gelegen, machte mehr und mehr einem bis er endlich nicht ohne Bin nun zu alt, das noch zu ler⸗ Das ſeh' ich ſchon, ſcherzte er,ein Schemel

Wehmuth ſagte:

für eine Bauernſtube iſt es nicht; nun gleich darauf

ſprechend,

Jeder athmete freudiger auf, als jetzt die Elſe aus dem

Garten zurückkehrte und mit ihrer glockenhellen,

fröh⸗

lichen Stimme den Eduard rief, daß er käme und den

gefüllten Gartenkorb ihr in's Haus tragen helfe. Es war, als ob ein heller Sonnenſchein durch ein trübes, düſteres Gewölk hindurch geblickt hätte. Nur der Hanauer arbeitete dumpf brütend vor ſich hin, von Zeit zu Zeit giftige, verſtohlene Blicke auf ſeine Ge⸗ noſſen werfend.

Der Stille aber hatte bei des Mädchens Ruf die Augen aufgeſchlagen, hatte hinaus geſehen, und über

ſein Geſicht war es wie des Frühroths Morgenhauch

gekommen; ſo feierlich, ſtill verklärt hatte er aufge⸗ blickt, um gleich darauf deſto trüber und ernſter weiter zu arbeiten.

jedoch wieder ernſt werdend, und wie mit ſich ſelber hinzuzuſetzen:Es muß doch hübſch ſein, ſo zeichnen zu können, ſo zu arbeiten. Ja, ja! Das wäre ein Werk wie der alte ſchön geſchnitzte Uhrſchrank des ſeligen Paſtors. Jedes in ſeiner Art!

Sinnend betrachtete er wieder die Zeichnung. Plötz⸗ lich jedoch fuhr er ſich mit der Hand über die Stirn, und wie aus ſchönem Traum erwachend, ſagte er, dem Geſellen auf die Schulter klopfend:Wenn ich wüßt', ob's ſo gelänge, wie es hier auf dem Papier ſteht, möcht' ich's ſchon wagen.

Und gleichſam, als wolle er in raſchem Entſchluſſe alle Zweifel beſeitigen, rief er:Hab' immer zur näch⸗ ſten Gewerbeausſtellung Etwas liefern wollen. Nun mag's geſchehen und Euer Tiſch, der ſoll es ſein!

Meiſter! ſprach der Geſell freudig,Ihr wolltet? Mehr vermochte er nicht zu ſagen; ſeine Augen leuch⸗ teten; die Hand, ſie zitterte vor innerer Erregung. Der Meiſter ſah es und lächelte zufrieden. Endlich ſagte er:Seh' euch die Freude an! Glaub's ſchon; denn die größte Freude hat man ja, wenn man ſeine Gedanken durch die Arbeit verwirklichen kann. Macht

Euch das Ganze nur klar; zeichnet und berechnet fein

Am Sonntag aber, als der Nachmittagsgottesdienſt

vorüber war, ſaß er drunten im Garten auf der Bank, wo die Elſe zu ſitzen pflegte, und zeichnete. Er hatte von Eduard ſich Papier und Stift beſorgen laſſen. Und während ſeine Kameraden in das Freie hinaus⸗ zogen, ſaß er und zeichnete, emſig bemüht, bis das Wort des Meiſters, der leiſe und unbemerkt heran ge⸗ treten war, ihn aufſchreckte und ſtörte.

Nun, nicht zur Herberge? ſagte der alte Mann, und warf einen Blick auf das Papier. Eurer Arbeit?

Das nicht, Meiſter, entgegnete der Geſell und ſtand auf.Hab' ſo lang und ſo oft in dieſer Zeit das Herbergsleben genoſſen, daß ich es für einen Sonn⸗

tag ſchon entbehren kann. Und überdies find' ich, offen geſagt, keinen Gefallen an dem Treiben dort. Mein Vater, der ein Beamter war, ſagte zu mir, als ich

mich aus Luſt und Liebe zum Handwerk entſchloß: Mir Recht! Der ſtudirten Leute haben wir genug; aber merke dir: Handwerk hat in jetziger Zeit nur einen goldenen Boden, wenn du es gründlich erlernt haſt und es verſtehſt, es zur Kunſt auszubilden. Werde ein Tiſchler aber ſuche deinen Arbeiten eine gefäl⸗ lige, künſtleriſche Form zu geben, und es wird dir an Anerkennung nicht fehlen.

Aber oft an Verdienſt und Brod, fiel lächelnd

ließ den Geſellen in Preſſirt's mit

damit Baſta!

und dann friſch an's Werk! Aber reinen Mund. Behaltet die Sache für Euch; man muß ſo Etwas nicht an die große Glocke ſchlagen, um in dem Neid⸗ kaſten der Herzen jede Klappe aufgehen zu machen. Ihr macht vorläufig den Tiſch auf Beſtellung und Iſt er gelungen, können wir thun, was

wir wollen, und was Rechtens iſt. Somit Gott befohlen, Labiauer. Wir ſprechen noch weiter von der Sache.

Mit dieſen widoten ging der alte Mann davon und heftiger Aufregung zurück. An ein Weiterzeichnen war für jetzt nicht mehr zu denken. Sein Herz wogte in freudiger Erregung und ſeine Hand zitterte in banger Erwartung und Hoffnung.

In dieſem Augenblick huſchte Eduard in den Gar⸗ ten hinein. Er ſah ſich ſcheu flüchtig um, und da er Niemand bemerkte denn nach der Laube, in der der Labiauer ſtand, warf er keinen Blick brach er von dem zunächſt ſtehenden Roſenſtrauch eine halb erblühte Knoſpe ab, und rannte mit derſelben wieder zum Gar⸗ ten hinaus.

Der Geſell, der das Thun und Treiben des Bur⸗ ſchen bereits genugſam kannte, lachte vor ſich hin. Was er wohl wieder für eine Teufelei im Sinne hat? ſagte er zu ſich ſelbſt und ſchritt zum Garten hinaus. Als er aus der Hausthür trat und einen Blick auf die Straße warf,

ſo eben nach dem Markte zu ging. Wajnd. ie ſi

ſah er, wie die Elſe mit einer Freundin